Unser Rübenach, 18.05.2012

Anekdotisches und Humoristisches aus Rübenach

von Studiendirektor Hans Gappenach

Über Rübenach gibt es zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze, die sich mit der Geschichte und der Entwicklung dieses ehemals nicht unbedeutenden Ortes befassen. Darüber hinaus aber leben in einem Dorf auch viele Überlieferungen; über sie wurde bisher noch nie etwas aufgezeichnet, wiewohl gerade durch sie manche Hinweise auf die Menschen und ihre Lebensart in früheren Zeiten gewonnen werden könnten. Da bieten sich beispielsweise die Geschichten um Originale – meist heiterer Natur –, jene Schelmgestalten, denen jedes Wort, das sie anbringen, zum Witz gerät; der Ortsbekannte Trinker, der die Welt schnapsologisch betrachtet – früher zum Straßenbild gehörig –, war immer dankbares Objekt; um die alten Familienspitznamen kreisen häufig Erzählungen; es sind die Schulgeschichten zu nennen, die sich um Lehrer und Pfarrer ranken, die jeweils die Generationen geprägt haben. Nicht unbedingt muss das immer humorvoll sein; es gibt Anekdotisches, das sich im Zusammenhang, Spuk- und Gespenstergeschichten, wie sie ehemals an langen Winterabenden die Großmutter ihren Enkeln erzählte, wenn sie sich am warmen Ofen um sie scharten. Das alles, von urwüchsigem Volkstum zeugend, hat in einer Ortsgeschichte auch seinen Platz.

Solche Sagen und Anekdoten, Schnurren, Schwänke und Streiche wurden früher von Mund zu Mund weitergegeben; unsere heutige, materialistisch eingestellte und schnelllebig dahineilende Epoche hat allerdings dafür nahezu kaum noch Sinn. Man muss schon in ruhigere und gemütlichere Dezennien zurück gehen, wo die Menschen noch Zeit für eine Mußestunde hatten. Die großen Geschichtenerzähler der „guten alten Zeit“ sind heute freilich überall dahin, dennoch hält sich im Volksmund auf unergründlichen Kanälen vieles sehr lange lebendig. Wenn man gegenwärtig mit dem Sammeln anfinge, so ließen sich wahrscheinlich noch zahlreiche erzählenswerte Begebenheiten vor dem Vergessenwerden bewahren.

An einigen Beispielen soll verdeutlicht werden, nach welchen Richtungen die Erkundigungen laufen und wie die Stoffsammlungen geartet sein müssten. Fast alles, was mir erinnerlich, stammt aus väterlichen Erzählungen der Kinderzeit:
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1. Sage um die alte Kirche

2. Der Winkelried von Rübenach

3. Besatzungsnöte 1798

4. Am alten Friedhof

5. Bischofsbesuch

6. Der letzte Wolf

7. Dechant Senzig

8. Sodoma und Gomorrha

9. Belzebock

10. Polizist Herges

11. Alsbach

12. Johannes Starke

13. „… die Ohr“

14. Messdienerausflug

15. Hamsterfahrt 1946/47

16. Das Bummesjen

17. Rübenacher Humor anno 1966

18. Spuren

19. Histörchen 1967
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Aus den Buch „Rübenach eine Heimatgeschichte“



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