Unser Rübenach, Donnerstag, 22. Juni 2017

Keine Ortsumgehung für Rübenach?

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Der Baudezernent der Stadt Koblenz und Kandidat für das Oberbürgermeisteramt, Bert Flöck, hielt am 7. Juni bei der Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ einen hoch interessanten Vortrag über seine Vorstellungen zur Entwicklung der Stadt. Das umfasste die Aufgaben eines OB im Allgemeinen und dann stellte er seine wichtigsten Vorhaben anhand eines „5 Punkte Planes“ vor. Dies sind:

  • Sicherung der Wohnraumversorgung
  • Verbesserung des ÖPNV
  • Verbesserung der kommunalen Infrastruktur
  • Koblenz und die Region als administrative Querschnittsaufgabe
  • Finanzen

Jedes dieser Themen hätte einen Abend füllen können, die Teilnehmer konzentrierten sich aber schnell auf die „kurzfristige Inbetriebnahme der Ortsumgehung“ die den Rübenachern erst vor einem Jahr erneut per Ratsbeschluss versprochen worden war. Bert Flöck führte aus, dass dies „nicht so einfach“ sei: Hierbei gebe es mehrere rechtliche Hürden, u. a. wäre für ein Durchfahrtsverbot für Rübenach eine „Gefahrenlage“ erforderlich, die noch geprüft werden müsse. Außerdem sei der Untergrund der jetzigen K 66 für Schwerlastverkehr nicht geeignet, so dass diese nicht als „Umgehungsstraße“ deklariert werden könne.

Daraufhin wird vom Publikum vehement eingebracht, dass aber der Schwerlastverkehr derzeit mitten durch Rübenach  geführt werde und es doch schon sehr verwunderlich wäre, wenn der Untergrund der Aachener Straße besser für Schwerlastverkehr geeignet ist, als eine Straße außerhalb der Ortsbebauung – von den Belastungen der Infrastruktur (Häuser, Kanal, unterirdische Leitungen) und der Menschen mal ganz abgesehen.

Es blieb  der Eindruck, dass die Rübenacher wieder einmal für dumm verkauft werden – nicht vom Kandidaten, dessen Ehrlichkeit beeindruckte, sondern von den beiden großen Parteien, die Beschlüsse herbeiführen, an deren Durchführbarkeit sie wohl selbst nicht glauben.

Rüdiger Neitzel BI „Lebenswertes Rübenach – 13.06.2017

 

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1 Kommentar

  1. juergen mueller am

    Fakt ist, dass sich die Politik immer wieder etwas neues, bisher unbekanntes einfallen lässt, um die Inbetriebnahme einer Ortsumgehung zu „verhindern“, anders kann man das nicht mehr bezeichnen.
    Das Wort KURZFRISTIG hat mittlerweile nach den Jahren der Untätigkeit und Verzögerung schon längst an Bedeutung verloren.
    Für ein Durchfahrtverbot in RÜBENACH ist eine GEFAHRENLAGE erforderlich – etwas ganz Neues. Zudem ist der UNTERGRUND der K66 nicht für den Schwerlastverkehr geeignet. Warum wird nicht endlich einmal auf den Tisch gelegt, WAS für HINDERNISSE beseitigt werden müssen, um auch nur annähernd noch glauben zu dürfen, dass etwas konkretes auf den Weg gebracht wird?
    Wer sich innerorts RÜBENACH auf der AACHENER STRASSE bewegt, das GANZTAGS, und zwar auf den als BÜRGERSTEIG deklarierten, in der Breite völlig unzureichenden Gehwegen, alleine, mit Kind oder Kinderwagen etc., der weiß, WAS eine GEFAHRENLAGE ist und WAS man normalerweise unter SICHERHEIT versteht.
    Es ist unfassbar und beschämend, wie hier ein jahrzehntelanges Problem einer Sicherheits- und Gefährdungslage umgangen und ignoriert wird.
    WAS gehört denn für die STADT zu einer GEFAHRENLAGE? Etwa ein Verkehrsunfall mit Todesfolge (was bisher Gottseidank nicht geschehen ist)?
    Und es ist doch nicht erst seit heute bekannt, ob die K66 für Schwerlastverkehr geeignet ist oder nicht.
    Verwundern muss es auch, warum OB-Kandidat Herr LANGNER NICHT das Wissen ob der nunmehr neuen HINDERNISSE für RÜBENACH von Herrn FLÖCK besitzt?
    Und was die Ehrlichkeit betrifft – Herr FLÖCK dürfte garnichts anderes übrig geblieben sein offen „rechtliche Hürden“ einzugestehen, die der STADT bereits seit Jahren bekannt sind, aber immer nur stückweise offen dargelegt werden.
    Das nennt man Verschleppen, Verzögern und Hinhalten.

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