Unser Rübenach, Donnerstag, 22. Juni 2017

Im Eiskeller wurde Bier gebraut

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Männerchor Rübenach unternahm einen Ausflug ins Münster- und ins Sauerland

Rübenach. Vereinsausflüge haben oft eine lange Tradition. Der Männerchor Rübenach hat die mehrtägigen Ausflüge in den vergangenen 60 Jahren in besonderer Weise gepflegt. Es sind unvergessliche Erlebnisse in einer harmonischen und fröhlichen Gemeinschaft. Schwärmerisch erzählen ältere Sänger von den Zeiten als man mit drei voll besetzten Bussen Probleme hatte passende Hotelunterkünfte zu finden.

In diesem Jahr waren Münsterland und Sauerland die auserwählten Zielgebiete. Die Anzahl der Mitreisenden füllte zwar nur einen Bus, aber spaßig und erlebnisreich war es wie immer. Einen großen Beitrag zur guten Laune leistete auch das Wetter mit strahlendem Sonnenschein.

Die Organisatoren hatten aber ein wetterunabhängiges Besichtigungsprogramm geplant. Es ging zunächst in die kühlen Temperaturen eines Eiskellers. Interessant ist hier vor allem der Verwendungszweck. Der Eiskeller der Gebrüder Beuing in Altenberge wurde 1860 in drei unterirdischen Ebenen bebaut, um untergäriges Bier zu brauen, wozu die Kälte notwendig ist. Das wussten nur wenige der anwesenden Biergenießer: Obergärig heiß, beim Gärungsprozess steigt die Hefe an die Oberfläche, untergärig heißt, die Hefe setzt sich am Behälterboden ab. Der historische Eiskeller regte auch die Fantasie der Filmemacher an. Bei längerem Aufenthalt könnte man annehmen, der Titel des Films „Eises Kälte“, bei dem eine Leiche von 1870 im Mittelpunkt steht, habe sich zwangsläufig bei den Dreharbeiten aufgedrängt.

Auch bei der Stadtführung in der schönen Stadt Münster durfte der Bezug zum Krimi nicht fehlen. Die Straßenzüge sind aus dem Tatort mit Hauptkommissar Thiele und Professor Börne fast jedem bekannt, und als man beim Antiquariat „Solder“ ankam, hätte man erwartet, dass „Wilsberg und Ecki“ gleich zur Türe herauskämen. Die Vorbereitungsveranstaltung „AufKLANG-Suche Frieden“ für den Deutschen Katholikentag 2018 verlieh der Stadt an diesem Wochenende zusätzlich eine kulturelle Lebendigkeit.

Nach der Übernachtung in Aschberg-Davensberg bot auch am zweiten Tag der Reise das „blonde Nass“ den Fahrtteilnehmern noch mal ein Highlight. Bei strahlend blauem Himmel wurde Warstein zu einer Brauereibesichtigung angesteuert. Das großzügige Besucherzentrum ist mit Tausenden von Flaschen dekoriert und im neuartigen Multimedia-Kino „Rotarium“ wurde den Besuchern die Welt der Brauerei von gestern und heute visuell erläutert. Das gigantische Werksgelände mit Biertanks, Abfüllanlagen und der Logistik, angefangen mit der Schlosserei über Betriebsfeuerwehr bis zur Kläranlage, konnte dann nur noch mit der Besucherbahn besichtigt werden.

Bei dem Kaffeestopp am Biggesee mit Kuchen und Eisbechern während der Heimreise waren sich alle darüber einig, zwei wunderschöne Tage in einer harmonischen Gemeinschaft erlebt zu haben.

RZ Sonderausgabe Wir von hier – 16.06.2017

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