Unser Rübenach, Sonntag, 22. Oktober 2017

„Ja, spinn ich denn?“

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Gilt künftig in der gesamten Trierer Straße Tempo 30?

Ganz offensichtlich funktioniert die dort während der Bauarbeiten eingeführte 30-km/h-Regelung ausgezeichnet. Die Bürger sind zufrieden – Staus sind keine aufgetreten. Nun schlägt ein Anwohner (und er ist nicht allein, wie ich weiß) vor, die Regelung zu behalten. Kein Problem, würde man denken, zumal das im Lärmaktionsplan der Stadt sowieso vorgeschlagen worden war, aber weit gefehlt. So geht das in Koblenz nicht! Das muss erst geprüft werden, sagt der zuständige Bearbeiter, und obwohl er den Prüfauftrag schon lange hat, kann er noch nicht sagen, wann er damit anfängt. Die Temporeduzierung in der Trierer Straße ist ein Vorschlag aus dem Lärmaktionsplan der Stadt von 2011. Zuvor sind umfangreiche Gutachten zur Lärmbelastung erforderlich. Ja, spinn ich denn? Es ist längst wissenschaftlich belegt, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h eine Verminderung der Lärmbelastung um 50 Prozent bedeutet. Deswegen hatte das Verwaltungsgericht Koblenz das ja auch im Prozess (5 K 548/14) als Kompromiss für die Aachener Straße in Rübenach vorgeschlagen. Ich wünsche mir fast, dass Herr Flöck Baudezernent bleibt, weil ich ihm allein zutraue, dort für einen Stimmungswandel zu sorgen. Weg von der ewigen Bedenkenträgermentalität, hin zu einer bürgerfreundlichen Haltung. Ich fordere ihn öffentlich auf: Lassen Sie die gegenwärtige Regelung einfach probeweise bestehen! Was spricht eigentlich dagegen?

Rüdiger Neitzel Rübenach

Rhein Zeitung – 06.10.2017

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