Unser Rübenach, Samstag, 20. Januar 2018

Rübenacher Bürger sind sauer

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Verzögerung bei Koblenzer Nordtangente

Eigentlich sollte die Straße bereits 2018 fertiggestellt werden. Jetzt wird die sogenannte Koblenzer Nordtangente später fertig als geplant. Viele Rübenacher haben dafür kein Verständnis. Nach Angaben des Verkehrsministeriums soll die Strecke im Herbst 2019 eröffnet werden. Die Nordtangente soll einen Teil des Verkehrs über Koblenz-Metternich und die Kurt-Schumacher-Brücke leiten und so die B9 entlasten. Die Stadt Koblenz und das Land bauen gemeinsam. (weiterlesen)

SWR Aktuell – 20.12.2017
Foto SWR Aktuell

 

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3 Kommentare

  1. Marion Lipinski-Naumann am

    Kulturraub

    Wieder einmal ist in der Berichterstattung über den sogenannten „Bubenheimer Bach“ zu lesen. Den gibt es aber gar nicht. Gemeint ist der „Brückerbach“, der allein aufgrund seines seltsam anmutenden Namens schon auf einen historischen Bezug schließen lässt. Tatsächlich ist diese geschichtliche Verwurzelung auf den Stadtteil Rübenach bezogen. Die damals noch existierende Brücke, das dazugehörige Brückenhaus und insbesondere der „Brücke Mattes“ sind Wahrzeichen, die tief in der Rübenacher Chronik verankert sind.
    Seit vielen Jahren findet aber gerade in der Stadtverwaltung ein schleichender Prozess statt, den “Brückerbach“ fälschlicherweise als „Bubenheimer Bach“ zu bezeichnen. In der medialen Berichterstattung wird dies dann natürlich 1:1 übernommen. Höchstwahrscheinlich ist diese Sprachverwirrung auf einen nicht orts- und geschichtskundigen Mitarbeiter in der Stadtverwaltung zurückzuführen, der den Wasserlauf anhand eines oberflächlichen Blickes auf eine Karte umtaufte. Im Ergebnis sicherlich eine Lappalie, aber für Ortsverbundene Rübenacher, so wie mich, schmerzhaft. Allzu oft werden durch Verwaltungsakte historische Bezüge ausradiert. Dabei ist den Mitarbeitern kein Vorwurf zu machen, da aufgrund des heutigen hohen Zeitdrucks auch gar keine Zeit wäre, um jeden Vorgang intensiv zu recherchieren. Es ist aber zurzeit auch eine Sensibilisierung für die Geschichte des eigenen Stadtteils in der Bevölkerung zu erkennen. Ich erinnere an dieser Stelle nur die sehr Lobenswerte Initiative, in Neuendorf wieder die alten Gassen mit historischen Namen oder Bezeichnungen zu versehen. Ähnlich verhält es sich hier. Auch geht es überhaupt nicht um Spitzfindigkeiten, oder um allzu häufig anzutreffende Prestigekämpfe zwischen benachbarten Stadtteilen. Nein – der Brückerbach ist und bleibt ein Stück Rübenacher Kulturgut. Die Verwendung des korrekten Namens zu fordern, ist nicht zu viel verlangt. Daher wünsche ich mir, dass in der Verwaltung eine Klarstellung erfolgt und in Zukunft der Brückerbach auch wieder Brückerbach heißt. Die Presse kann dann ja gerne wieder den neuen alten Namen übernehmen.

    Marion Lipinski-Naumann Vorsitzende SPD-Ortsverein Rübenach

  2. Klemens Klass am

    Unser Brückerbach ist ein sogenanntes Gewässer III. Ordnung wird ab der Gemarkung Bubenheim – hinter der Werlesmühle – (amtlich) als Bubenheimer Bach bezeichnet. In der Gemarkung Rübenach heißt das Gewässer Brückerbach. Davon kann man sich auch online überzeugen (https://lvermgeo.rlp.de/de/geodaten/viewer/ und http://www.geoportal-wasser.rlp.de/servlet/is/2025/). Das Landesamt für Umwelt scheint wohl für die Bezeichnung Brückerbach und Bubenheimer Bach zuständig zu sein.

  3. Rudolf Kowalski am

    Ist es also üblich, ein „Gewässer III. Ordnung“ von Gemarkung zu Gemarkung umzubenennen? Sollte die Benamung eines Gewässers nicht von der Quelle bis zur Mündung nach Möglichkeit gleich heißen?

    Rudolf Kowalski

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