Unser Rübenach, Montag, 19. Februar 2018

Karnevalsvereine tourten an Schwerdonnerstag durch Rübenach

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Ortsvorsteher Christan Franké leistete sich schwerwiegenden Fauxpas – K.u.K. Vorsitzender Peter Jochum übernahm kurzfristig die Amtsgeschäfte

Auch in diesem Jahr unternahmen unsere örtlichen Karnevalsvereine an Schwerdonnerstag wieder einen Rundgang durch die Gemeinde. Hintergrund dieser traditionellen „Stippvisite“ der Fidele Möhnen und der K.u.K. ist, zu kontrollieren, ob die angeordnete Kostümpflicht bei den hiesigen Banken, öffentlichen Einrichtungen oder der Ortsverwaltung auch eingehalten wird.

In den Geschäftsstellen der Sparkasse Rübenach und Volksbank Mittelrhein gab es hier keine Beanstandungen. Alle Mitarbeiter einschließlich der Filialleiter waren vorbildlich der närrischen Zeit gekleidet und boten bei den jeweiligen Ortsterminen (wohl zur Besänftigung …) den „Kontrolleuren“ kühle Getränke, Kaffee wie auch diverse Canapés an. Nach dem Austausch von Nettigkeiten, Orden und Ehrenzeichen zogen die Abordnungen weiter zu den jeweiligen Kindergärten und der Grundschule. Auch hier waren alle Verantwortlichen wie auch die Kinder ordnungsgemäß in Kostümen erschienen und feierten mit Tänzen und Gesang stimmungsvoll den Besuch der Karnevalisten. Zur Belohnung wurden Süßigkeiten verteilt sowie die Leiterinnen von Schule und Kindergärten mit den diesjährigen Sessionssorden ausgezeichnet.

Ernstzunehmende Probleme hinsichtlich der Kostümierungspflicht gab es jedoch in der Ortsverwaltung Rübenach. Ortsvorsteher Christian Franké erschien an diesem Tag in seinem Büro doch tatsächlich im profanen Anzug! Auf Grund dieses Fauxpas wurde er kurzerhand von den „Rotjacken“ der K.u.K festgenommen, mit Luftschlangen gefesselt und seiner Amtsgeschäften enthoben. K.u.K. Vorsitzender Peter Jochum wurde daraufhin mit sofortiger Wirkung zu seinem Nachfolger erklärt. Erschwerend zu dieser Angelegenheit kam noch hinzu, dass die bereitgestellten Getränke, sprich Biere, sich in lauwarmen Zustand befanden. Oha!

Was aber noch zu einer weiteren Maßregelung führte war der Tatbestand, dass er am hochheiligen Tag der Weiberfastnacht einen Schlips trug. Von den inzwischen eingetroffenen Möhnen wurde dies als antikarnevalistische Provokation gedeutet, worauf dieser postwendend unter dem tosenden Beifall der Anwesenden mit einer Schere abgeschnitten wurde. In wieweit all die schwerwiegenden Verfehlungen Einfluss auf die politische Zukunft des Ortsvorstehers haben werden, bleibt abzuwarten. Übrigens, im Zuge dieser „karnevalistischen Kastrierung“ fiel nebenbei auch die Krawatte des Redakteurs von unser-ruebenach.de der Schere zum Opfer!

Christian Franké gelobte in einer kurzen Stellungnahme Besserung für die nächste Kampagne. Als kleiner Trost durfte er zum Abschiedsfoto auf dem Schoß von Möhnenvorsitzende Inge Becker Platz nehmen. Dass es im Anschluss noch Gelegenheit zum Feiern gab, zeigten die Möhnen bei ihrer Veranstaltung im Hotel Simonis, sowie die K.u.K. bei ihrem Besuch im Altenheim Eltzerhof in Koblenz.

Redaktion unser-ruebenach.de – 09.02.2018
Fotos Herbert Hennes

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