„Blitzer her, und es wird ruhiger“
Unser Rübenach, Freitag, 17. August 2018

„Blitzer her, und es wird ruhiger“

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Verkehr Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ hat überprüft, ob Autofahrer in Rübenach inzwischen tatsächlich langsamer fahren.

Über die Angelegenheit Fahrbahnverschwenkungen – besser gesagt: Geldverschwendung – kann ich nur lachen. Da wird ein Haufen Geld ausgegeben für Bauwerke die in 50 Jahren noch stehen, die nichts bringen. Ich wohne selbst in einer Seitenstraße zur Aachener Straße, und wenn ich morgens um etwa 8 Uhr zum Brötchenholen fahre, muss ich wie ein Karnickel springen, um nicht über den Haufen gefahren zu werden.

Aber die Kiste ließe sich bewältigen, wenn drei Blitzer installiert würden. Die Dinger wären nach einem Jahr amortisiert. Die Mehreinnahmen nach der Amortisierung müssten zweckgebunden den Anwohnern zugutekommen. Eine Umgehung wollen wir nicht.

Hier ist als Beispiel Rhens anzuführen, wo meine Frau herkommt. Die Mainzer Straße war ähnlich der Aachener Straße. Nun ist seit Jahren die Umgehung fertig, und niemand fährt noch durch Rhens. Alle Geschäfte haben sich am Kreisel nach Brey etabliert. Im Ort hingegen ist tote Hose. Dies wollen wir in Rübenach nicht. Also: Blitzer her, und man wird sehen, es wird ruhiger.

Ulrich Kunitz, Koblenz

Rhein Zeitung – 30.07.2018

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3 Kommentare

  1. Rüdiger Neitzel am

    So einfach ist es leider nicht.
    Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Aachener Straße, die von der BI (und auch von einem Gerichtsgutachter) gemessen wurde, liegt sowohl am Brückerbach als auch im Zentrum unter den erlaubten 50 km/h. Da würden „Blitzer“ nicht viel bringen….
    Das Problem ist nicht dass zu schnell gefahren wird, sondern dass es zu viele Fahrzeuge sind (bis über 12.000 jeden Tag).
    Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wäre die billigere und einfachste Lösung zur Verkehrsberuhigung und würde auch den Lärm reduzieren. Diese Lösung wurde auch vom Gericht favorisiert. Aber das verhindert der LBM in Rheinland-Pfalz, der sich vehement gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen sträubt. Andere Bundesländer sind fortschrittlicher, da gibt es sogar Beschränkungen auf Autobahnen wegen des Lärms (z.B. auf der A 565 Ortsdurchfahrt Bonn).

  2. Volker Schmitz am

    Also doch eine Reaktivierung der Bahnstrecke…Der Verkehr gehört auf die Schiene ,am Ort vorbei.:-)))

    Vplker Schmitz

    • Frank Becher am

      Der Verkehr gehört auf Kurzstrecken wie von Rübenach aus absolut nicht auf die Schiene. Das rentiert sich in keiner Weise. Es wird viel zu teuer, die alte Bahnstrecke wieder herzurichten. Und diese wird mangels genügender Haltepunkte auch nicht angenommen werden. Kein Mensch hat heute noch Lust, 20 Minuten bei Wind und Wetter oder Hitze zu Fuß zum Bahnhof zu laufen, um in die Stadt zu fahren. Und viele Leute können das auch gar nicht. Diese völlig unrealistischen Träumereien sind extrem lästig.

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