„Das investierte Geld hätte man sinnvoller nutzen können“
Unser Rübenach, Freitag, 17. August 2018

„Das investierte Geld hätte man sinnvoller nutzen können“

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Verkehr Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ hat überprüft, ob Autofahrer in Rübenach inzwischen tatsächlich langsamer fahren.

Es ist doch schon beachtlich, dass seit Jahren für so eine Maßnahme in Rübenach gekämpft wird und die Initiatoren dann feststellen müssen, dass weiterhin gleich viele Autofahrer diese Strecke nutzen und auch die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht wesentlich verringert wird. Das ist nach dem normalen Menschenverstand irgendwie logisch – nur schade für das hierzu investierte Geld, das man sinnvoller hätte nutzen können.

So etwas hätte man doch im Vorfeld schon ahnen oder durch Erfahrungswerte in anderen Gemeinden in Erfahrung bringen können. Wer fährt freiwillig einen Umweg, nur weil eine Verkehrsinsel gebaut wurde? Oder wer fährt durch die gesamte Ortschaft langsamer, nur weil am Ortseingang eine Fahrbahnverschwenkung besteht? Es ist einfach nur schade, dass sich die Bürgerinitiative im Wesentlichen nur mit solchen weitestgehend aussichtslosen Maßnahmen befasst. Es gibt in Rübenach mehr Verbesserungsbedarf für ein lebenswertes Rübenach, der zur Verbesserung der Wohnqualität, der Freizeitmöglichkeiten oder des Einzelhandels beitragen würde.

Ja – Rübenach ist ein Durchfahrtsort. Aber das sind viele andere Städte in Rheinland-Pfalz auch und doch wesentlich attraktiver. Würde es den Stadtteil attraktiver machen, wenn hier eine Tempo-30-Zone oder ein Durchfahrtsverbot bestehen würde? Man kann meines Erachtens keine Durchfahrtssperre erreichen. Vielleicht sollte man folgendes Zitat mal in die Diskussionen einbringen: „Wenn dir starker Wind entgegenweht, suchen manche im Hafen Schutz, während andere die Segel setzen.“

Peter Mayer, Koblenz

Rhein Zeitung – 01.08.2018

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1 Kommentar

  1. Rüdiger Neitzel am

    Nur zur Klarstellung: Die kritisierte Maßnahme war und ist keine Forderung der Bürgerinitiative, sondern die Antwort der Stadt auf einen verlorenen Prozess. Das Gericht hatte als Vergleich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vorgeschlagen, was die Stadt abgelehnt hat. Seitdem versucht sie mit anderen Mitteln (z.B. den Fahrbahnverschwenkungen) das Ziel einer Lärmminderung zu erreichen. Falls es interessiert, suchen Sie im Internet nach folgendem Urteil: Verwaltungsgericht Koblenz Az: 5 K 548/14. KO

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