Unser Rübenach, Dienstag, 11. Dezember 2018

„Hindernisse sind nur für Busse ein Hindernis“

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Ein Gutachten sieht nur wenig Lkw-Durchgangsverkehr im Stadtteil Rübenach. Die Einwohner indes beschweren sich schon lange über starken Verkehr.

Rübenach ertrinkt im Verkehr. Die geschilderte Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 bis 39 km/h bezieht sich auf den Ortskern, wenn Stau herrscht und die verzweifelten Autofahrer die Gehwege mitbenutzen und Zebrastreifen ignorieren. Die verlorene Zeit wird dann am Ortsausgang wieder ausgeglichen, indem man dort mit 80 bis 100 km/h rast. Die jetzt eingebauten Hindernisse, etwa am Tennisplatz, bringen keinerlei Fortschritt und sind eigentlich nur für die Busse ein Hindernis. Liebe Verwaltung, man kann die Situation nur entschärfen, wenn Entlastung geschaffen wird. Seit Jahrzehnten wird geplant und gemessen, umgesetzt wird fast nichts. So etwa eine Verbindung von der Aachener Straße zur Kilianstraße mit einem Kreisel an der Aachener Straße. Bei der geplanten und genehmigten Nordtangente wird nur die Nordentlastung gebaut.

Das entlastet Metternich und Rübenach nicht, sondern bringt noch mehr Verkehr. Die Anbindung der Kurt-Schumacher-Brücke an die Karthause ist seit Jahrzehnten geplant, kommt aber nicht. Die extrem benutzte Ausweichstrecke (geteerter Feldweg) Maria Trost-Bauhaus ist noch nicht mal in der Planung. Eine mögliche Entlastung für Rübenach wäre die Wiederöffnung der Zu- und Abfahrt der Autobahn bei Bassenheim, aber da gibt es noch den Landesbetrieb Mobilität, der sich allen Lösungen verweigert – siehe auch Lärmschutz in Rübenach an der Autobahn. Ein Radweg nach Koblenz? Fehlanzeige. Bassenheim bekommt derweil vom Land 1,5 Millionen Euro für den Radweg. In Koblenz kann die Bahnstrecke nicht entwidmet werden, obwohl in Metternich die Strecke durch die Nordentlastung zerschnitten wurde.

Walter Braukmüller, Koblenz

Rhein Zeitung – 06.12.2018

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