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Im
Winter 1794/95 und den anschließenden Monaten starben in Rübenach rund
200 Personen an einer „pestilenzartigen Seuche“, zumeist Menschen in den
besten Jahren, – darunter auch das Müllerehepaar auf Gappenachs Mühle,
die Ureltern des Schreibers, im Abstand von 2 Tagen, acht unmündige
Waisen zurücklassend. Es wäre einmal zu prüfen, ob sich heute noch etwa
in amtlichen Dokumenten etwas über die Krankheit ausmachen lässt und ob
sie auf Rübenach beschränkt blieb. Der Pfarrer jedenfalls, der im
Sterberegister zuweilen Angaben macht, wie im vorliegenden Buch mehrfach
zu lesen, scheint vor diesem Elend, dass die Bevölkerung des Dorfes
nahezu halbierte, stumm geblieben zu sein.
Zu
dem oben angeführten Tode der beiden Elternteile schreibt er allerdings:
„casus hic est ratissimus, qui forte nunquam in hac parochia exstetit“,
d. h. „dieser Fall ist sehr selten, der sich vielleicht noch nie in
dieser Pfarrei zugetragen hat“. |