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Kupferne Gegenstände (wie Ringe, Nadeln, Pfrieme, Dolche) gibt es
gelegentlich schon in der Jungsteinzeit. Langsam entwickelte sich die
Kenntnis von Bronzeguss und als diese Technik sich durchsetzte, wurden
Steingeräte immer seltener benutzt.
In unserem Raum ist der Übergang von der Steinzeit zur Bronzezeit
bruchlos vonstatten gegangen. Siedlungsfunde dieser Epoche sind aus der
Rübenacher Gemarkung bisher nicht bekannt geworden, sind aber z. B. in
der Nahen Flur von Ochtendung entdeckt worden.
Während in der älteren Bronzezeit hauptsächlich Körperbe-stattungen,
häufig unter großen Grabhügeln ausgeführt wurden, verbrannte man die
Toten in der jüngeren Bronzezeit und setzte sie in Urnen bei. Diese
Periode wird deshalb auch die "Urnenfeldzeit" genannt.
Hinterlassenschaften der Urnenfelderkultur fanden sich an mehreren
Stellen in Rübenach, so am östlichen Ortsausgang ("Im Bubenheimer
Bach"), nördlich der Autobahn am Wolkener Weg und vor allem hinter dem
Bahndamm beim Autobahnkreuz Koblenz, nahe der Gemarkungsgrenze zu
Bassennheim ("Bassenheimer Fuhr").

Rübenacher Fundplatz Bassenheimer Fuhr -
Keramik und bronzene "Bobenkopfnadel" aus einer zerstörten
Brandbestattung der jüngeren Bronzezeit
Dort
fanden sich Siedlungs- und Bestattungsspuren. Beim Bimsabbau wurde ein
ganzes Ensemble von Gefäßen, meistens arg zerbrochen, mit dem „faulen“
Bims auf den Abraum geworfen. Neben grober Gebrauchskeramik fanden sich
äußerst feine Ware mit sorgfältig ausgeführtem und weiß eingelegtem
Kerbschnittmuster. Wahrscheinlich sind diese Gefäße schon auf eine Art
Drehscheibe hergestellt worden. Sie sind jedenfalls Zeugnisse dafür,
dass hier spezialisierte Handwerker am Werke waren.
Die
Metallverarbeitung und der damit verbundene Handel hatte eine
Differenzierung der Gesellschaft zur Folge, in der sich bestimmte Stände
herausbildeten und eine politische Neuorganisation stattfand. Der
„Golo-Ring“ ein Kreisförmiges Heiligtum von beinahe 200 m Durchmesser im
Koberner Wald (direkt neben der Straße nach Polch) mag der sichtbare
Ausdruck für den kulturellen und religiösen Wandel dieser Zeit sein.

Rekonstruktion
des "Golo-Ring" im Koberner Wald |