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Wenn unsere Eltern oder Großeltern von
jenen Jahren erzählen, die sie für die „gute alte Zeit“ hielten, dann
verklären sich ihre Augen wehmütig. Zwar lässt sich dieser Abschnitt
nicht genau datieren, aber sicher waren es Jahre ohne elektrisches
Licht, Wasserleitung und Auto, all jene Errungenschaften durch die uns
das Leben erst lebenswert erscheint.
Und jedes Wort
ihrer Erzählungen macht deutlich, wie sie ihre Zeit liebten, wie man
ohne all diese Dinge auskommen kann: Das Wasser lässt sich aus dem
kühlen Brunnen schöpfen; die Dunkelheit kann man mit Kerze oder
Petroleumlicht auch erhellen; zur Fortbewegung diente jahrhundertelang
die Pferdekutsche – und was war es für ein gemütliches Reisen.
Freilich, die
Generation um 1900 hat die technische Revolution noch erlebt: Das
Fahrrad wurde als Wunderwerk bestaunt; näherte sich ein Auto, so stellte
sich der Gendarm am Straßenrand in Achtungsposition und salutierte;
erschien ein Flugzeug am Himmel, dann ruhte die Arbeit für einen halben
Tag um darüber zu debattieren.
Es war eine Zeit, in der man noch für
alles Zeit hatte – so scheint es wenigstens dem heutigen Betrachter: Der
Pennäler marschierte morgens um 6 Uhr auf dem Lande los, um pünktlich um
acht in der Schule zu sein; der Gang zur Lützeler Messe oder zum Dähler
Wuzzemarkt wurde zu einer großen Sache; auf den Kirmesbesuch bei
Verwandten freute man sich das ganze Jahr; eine Fahrt zum Kölner Dom
bildete für viele den Höhepunkt ihres ganzen Lebens.
Eines ist sicher: Die Menschen von damals
waren noch bescheiden, sie wussten doch noch Freuden zu entdecken, wo
die heutige Generation abgestumpft ist. Sie konnten sich noch mit sich
selbst beschäftigen. Freude am Ulk jedweder Prägung – zuweilen auch
recht derb – leuchtet überall. Vielfältig schillernd sind die
Erzählungen aus der „guten alten Zeit“, in denen sich Volkshumor und
Anekdotisches bunt mischt. In diesem Sinne sollen die folgenden
Schnurren und Stöckelcher die vorherige Sammlung um einige Beispiele
bereichern. |