Unser Rübenach, 23.02.2012

Rüwwenacha Platt

Eine Zusammenstellung der Mundartgruppe der Volkshochschule Koblenz unter der Leitung von Gabriele Karls-Ulrich und den Mitgliedern Ulla Doff-Sotta, Bernd Goerzen, Hilde Linden, Klaus Simonis und Theo Ulrich.

Mundart „pur“ ist allerorts nur noch selten zu hören, Mischformen sind allgegenwärtig. Sicher gibt es innerhalb des Ortes Rübenach Unterschiede in der Aussprache der Dialektwörter. Das kann damit zusammenhängen, dass es „zweisprachige“ Familien gab und gibt. Ursache ist meist, dass jemand aus einem anderen Ort eingeheiratet hat.

Dann ändert sich auch der Dialekt in der Familie, der Einfluss färbt ab. Hinzu kommen weitere Faktoren. Die Mundart wurde in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr vom Hochdeutschen beeinflusst: In den Schulen wurde die Mundart nicht mehr gepflegt, man arbeitete auswärts, pendelte zwischen zwei oder mehreren (Mundart) Sprachen sowie einem Alltagshochdeutschen. Nicht nur unsere gestiegene Mobilität, auch die Medien verändern die Dialekte.

Daraus entstand unsere Sprache des Alltags, die Umgangssprache (Regiolekt), aus der „dat“,„wat“ (in Rübenach „bat“), „nee“ etc. nicht wegzudenken sind.

Dialekt und bis zu einem gewissen Grad auch die Umgangssprache geben dem Sprecher und dem Hörer das Gefühl des Zusammengehörens. Man verständigt sich auf einer sprachlichen Ebene, die räumlich und auch mental nicht auf andere Regionen übertragbar ist.

Wir haben dieses Wörterbuch nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Gleichwohl erfolgen die Angaben ohne jegliche Verpflichtung und Garantie der Arbeitsgruppe. In den Beispielsätzen kommen Mundartwörter vor, die nicht gesondert aufgeführt sind, deren Bedeutung aber leicht erschließbar ist.

Eine wissenschaftliche Grundlage für unsere Arbeit bot uns eine Schallaufnahme von 1984. Sie wurde im Auftrag des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit vier Mundart-Sprechern in Rübenach gemacht (Ludwig Reif, Johann Reif, Magdalena Reif und Hilde Linden). Klaus Simonis und ich  haben diese vierstündige Aufnahme in Mainz überspielt.

Eine unterstützende Einführung erfuhren wir von Herrn Peter Honnen vom Amt für rheinische Landeskunde in Bonn.

Viel Freude beim Lesen wünscht im Namen der Mundart-AG Gabriele Karls-Ulrich.

* “Was es zu sagen gibt”

- Suu schwätzt matDie Aussprache

- Rüwwenacha Platt von A – Zdas Vokabelheft

- Suu sense!So sind sie!

- Badte esse kanns!Was man essen kann

- Rezepte - Rübenacher Spezialitäten

- Familsch Familienstammbaum

- Junge & Mädscher – Vornamen

- Dat Quisselleed – von Hilde Linden

- Die “Rüwwenacher Möck” – von Christian Fey

- Mai Rüwwenach – von Ludwig Reif

- Die Rübenacher Munart – Abhandlung von Hans Gappenach

Wir danken herzlich für die Bereitstellung des Bildmaterials: Anneliese Ackermann, Hermann Alsbach, Theo Alsbach,  Anneliese Boos, Dr.Marianne Dicke, Theo Dötsch, Herrn Eger (Metternich), Hermann-Josef Fey, Anton Hilgert, Henriette Just, Erika Mohrs, Hedwig Mohrs, Heinz Mohrs, Rainer Mohrs, Peter Schwab, Klara Simonis, Klaus Simonis.

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Neuste Kommentare

Goswin Geisen schreibt

Für die Organisation der Fahrt nochmals von mir ein herzliches Danke an Peter Klöckner und Heinz Köhmstedt, es war Kommentar lesen

Goswin Geisen schreibt

Hallo Peter, höchstwahrscheinlich weniger als meine Mutter! Kommentar lesen

Peter Klöckner schreibt

Was hat meine Mutter bezahlt, damit sie sogar mit Foto unter die Überschrift "Närrischer Nachwuchs..." kommt? ;-) Kommentar lesen

Peter Klöckner schreibt

Ich finde es in der RZ-Printausgabe genau richtig. Da entspricht es auch dem Original. Mal abgesehen von den negativen Kommentar lesen

Wilfried Mohr schreibt

Das Bild sieht hier oben besser aus. In der Rheinzeitung ist es etwas zu dunkel. Aber motivlich sehr gut Kommentar lesen