Unser Rübenach, Montag, 5. Dezember 2016

Rüwwenacha Platt

Eine Zusammenstellung der Mundartgruppe der Volkshochschule Koblenz unter der Leitung von Gabriele Karls-Ulrich und den Mitgliedern Ulla Doff-Sotta, Bernd Goerzen, Hilde Linden, Klaus Simonis und Theo Ulrich.

Mundart „pur“ ist allerorts nur noch selten zu hören, Mischformen sind allgegenwärtig. Sicher gibt es innerhalb des Ortes Rübenach Unterschiede in der Aussprache der Dialektwörter. Das kann damit zusammenhängen, dass es „zweisprachige“ Familien gab und gibt. Ursache ist meist, dass jemand aus einem anderen Ort eingeheiratet hat.

Dann ändert sich auch der Dialekt in der Familie, der Einfluss färbt ab. Hinzu kommen weitere Faktoren. Die Mundart wurde in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr vom Hochdeutschen beeinflusst: In den Schulen wurde die Mundart nicht mehr gepflegt, man arbeitete auswärts, pendelte zwischen zwei oder mehreren (Mundart) Sprachen sowie einem Alltagshochdeutschen. Nicht nur unsere gestiegene Mobilität, auch die Medien verändern die Dialekte.

Daraus entstand unsere Sprache des Alltags, die Umgangssprache (Regiolekt), aus der „dat“,„wat“ (in Rübenach „bat“), „nee“ etc. nicht wegzudenken sind.

Dialekt und bis zu einem gewissen Grad auch die Umgangssprache geben dem Sprecher und dem Hörer das Gefühl des Zusammengehörens. Man verständigt sich auf einer sprachlichen Ebene, die räumlich und auch mental nicht auf andere Regionen übertragbar ist.

Wir haben dieses Wörterbuch nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt überprüft. Gleichwohl erfolgen die Angaben ohne jegliche Verpflichtung und Garantie der Arbeitsgruppe. In den Beispielsätzen kommen Mundartwörter vor, die nicht gesondert aufgeführt sind, deren Bedeutung aber leicht erschließbar ist.

Eine wissenschaftliche Grundlage für unsere Arbeit bot uns eine Schallaufnahme von 1984. Sie wurde im Auftrag des Instituts für geschichtliche Landeskunde der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit vier Mundart-Sprechern in Rübenach gemacht (Ludwig Reif, Johann Reif, Magdalena Reif und Hilde Linden). Klaus Simonis und ich  haben diese vierstündige Aufnahme in Mainz überspielt.

Eine unterstützende Einführung erfuhren wir von Herrn Peter Honnen vom Amt für rheinische Landeskunde in Bonn.

Viel Freude beim Lesen wünscht im Namen der Mundart-AG Gabriele Karls-Ulrich.

* „Was es zu sagen gibt“

Suu schwätzt mat – Die Aussprache
Rüwwenacha Platt von A – Z – das Vokabelheft
Suu sense! – So sind sie!
Badte esse kanns! – Was man essen kann
Rezepte – Rübenacher Spezialitäten
Familsch – Familienstammbaum
Junge & Mädscher – Vornamen
Dat Quisselleed – von Hilde Linden
Die „Rüwwenacher Möck“ – von Christian Fey
Mäi Rüwwenach – von Ludwig Reif
Die Rübenacher Mundart – Abhandlung von Hans Gappenach

Wir danken herzlich für die Bereitstellung des Bildmaterials: Anneliese Ackermann, Hermann Alsbach, Theo Alsbach,  Anneliese Boos, Dr.Marianne Dicke, Theo Dötsch, Herrn Eger (Metternich), Hermann-Josef Fey, Anton Hilgert, Henriette Just, Erika Mohrs, Hedwig Mohrs, Heinz Mohrs, Rainer Mohrs, Peter Schwab, Klara Simonis, Klaus Simonis.

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