Das Bummesjen

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von Hans Gappenach

Da hat sich nach dem Krieg unter Willi Sabels Dirigat und Erich Schwamm als Initiator ein Doppelquartett gebildet, das längere Jahre bei zahlreichen örtlichen Vereinsfestlichkeiten die musikalische Umrahmung gab. Im Herbst 1955 – die Trauben standen gut im Saft – ging eine Tour an die Weinstraße. In Unkenntnis der strengen Vorschriften und Gepflogenheiten labte sich die frohe Sängerschar ausgiebig an dem süßen Obst, bis der Weinbergshüter kam. Da half kein Reden und kein Beteuern, nur das „Bummesjen“ (dickbauchiges Krügelchen), das im Kleinbus stand und zur Hebung der eigenen Stimmung gedacht war. Jedenfalls lag zum Schluss das „Auge des Gesetzes“ im Weinberg und schlief.
Es muss ein guter Tropfen gewesen sein, wahrscheinlich hätte er sich sonst als „Wegezoll“ auch nicht geeignet!
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