Der schwarze Reiter

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von Hans Gappenach

Von Ihm hieß es, er pflege Buhlschaft mit dem Teufel. Wilde Flüche ausstoßend, wie der Sturmwind auf einem Rappen dahinschießend, so war er bei Nacht und Nebel von vielen Rübenachern gesehen worden, zumeist unterhalb des Ortes in der Gegend der Kruppstraße. Einmal soll er sogar ein junges Mädchen bei seinem blonden Schopf gepackt und zu sich hoch in den Sattel habe ziehen wollen. Aber durch ein rasch geschlagenes Kreuzzeichen und mit einem Gebet auf den Lippen blieb es vor Schlimmerem bewahrt. Nüchtern denkende Rübenacher wollen wissen, dass es sich bei dem nächtlichen Reiter um einen Kontrolleur gehandelt habe, der ehedem regelmäßig von Koblenz aus zu den Tongruben ritt.
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