Johannes Starke

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von Hans Gappenach

Der ehemalige MGV „Sangeslust“, dessen alte Sänger teilweise im heutigen (Stand 1975) Gesangsverein und vor allem im Kirchenchor noch aktiv sind, wurden längere Jahre von Johannes Starke dirigiert. Er war – in Breslau und Berlin aufgewachsen – ein Musiker von hohem Rang, wenn zwar von Rivalen oft als „Wettstreitlöwe“ apostrophiert. Nach seiner totalen Ausbombung in Pfaffendorf starb er, arm und krank, 1944 in Sayn, wo er auch begraben liegt. Hatte er während der Gesangsprobe einen „erhört“, der gerne singen wollte, aber ob mangelnder Musikalität nicht recht konnte, wie er sollte, dann ging er durch die Reihen zu dem Kunstbeflissenen hin und flüsterte ihm zu: „Lieber Mann, werden Sie doch bitte inaktiv. Sie tun dem Verein damit einen Gefallen!“ Eine direkte Verkleinerung des Vereins bedeutete eine derartige Aufforderung eigentlich nicht, wenn auch eine Dezimierung seines „singenden Personals“.
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