Unser Rübenach, Mittwoch, 20. März 2019

Größte Baustelle in Rübenach geht der Vollendung entgegen

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Brückerbach erhielt neuen Verlauf

Sie lief vermutlich von vielen unbeachtet und abseits des allgemeinen Ortsgeschehens, die Baustelle Renaturierung des Brückerbachs im unteren Ortseingangsbereich von Rübenach. Östlich der Aachener Straße, Unterführung Brückerbach, wurde ein ca. 300 m langes Teilstück neu angelegt. Bei einer Ortsbesichtigung des Ortsbeirates und der Redaktion unser-ruebenach.de, konnten sich die Teilnehmer jetzt ein Bild vom Stand der Maßnahmen machen.

Christian Hellweg vom neu geschaffenen Brückenbau der Stadt Koblenz führte durch die Baustelle und erläuterte den Sachstand. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass das alte Bachbett die Wassermassen bei Starkregen nicht mehr aufnehmen konnte. Dadurch bedingt waren weiterführende Baumaßnahmen nicht mehr möglich. Im Zuge der Umgestaltung wurde neben der Verbreiterung des Bachbettes auch eine neue Brücke zum Erreichen der Kuffner-Mühle erstellt. Rund 800 000,- Euro kostet das Projekt, das bis zu seiner Realisierung rund zwei Jahrzehnte gedauert hat und erst durch eine Enteignung letztlich verwirklicht werden konnte.

Insgesamt, so Christian Hellweg, wurde der Bachverlauf in diesem Teilstück nicht nur verlegt, sondern gleichzeitig auch tiefer, dem Geländeverlauf angepasst. An einzelnen Stellen ist das alte inzwischen ausgetrocknete Bachbett noch zu erkennen. Ob in Zukunft parallel des Baches auch ein wünschenswerter Wanderweg angelegt werden kann, ist derzeit noch ungeklärt.

Die Baumaßnahme steht kurz vor der Vollendung (Baubeginn war April 2018). An einigen Stellen ist noch die Untergrundbefestigung mit Weidengeflächt erkennbar. Diese werden noch mit dem vorhandenen Boden abgedeckt. Auch haben sich bereits erste Pflanzen angesiedelt und je nach Wasserstand könnten auch wieder Fische zu sehen sein. Die Wasserqualität des Brückerbachs sei jedenfalls in Ordnung.

Redaktion unser-ruebenach.de – 08.11.2018
Fotos Herbert Hennes

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1 Kommentar

  1. Die getroffenen Arbeiten sind ja grundsätzlich zu begrüssen. Es wäre ja sehr gut gewesen, wenn sich die Verantwortlichen für die Massnahmen das Bachbett zwischen Mühlenstr. und Aachener Str. einmal angeschaut hätten. Die Bach wurde einmal begradigt. Die Bachtiefe ist ca 2 Meter und die Breite zwischen 1 und 2 Meter.
    Bei Starkregen fliesst das Wasser m.E. mit hoher Geschwindigkeit auf die Aachener Str. zu. Wäre es sinnvoll gewesen, das Bachbett mit grösseren Steinen teilweise zu verfüllen, um die Fließgeschwindigung zu verringern. Diesen Sommer hatten wir ja einen Starkregen. Bei dem Übergang in der Grünwies konnte das
    Betonrohr die Wassermassen nicht fassen und das Wasser lief auf die Grundstücke. Das kann ja auch nicht
    Sinn und Zweck der Maßnahme sein. Ich hoffe, das die Stadt Koblenz dies einmal anschaut. Ich werde die
    Stadt bzw. Ortsversteher einmal das rauf hinweisen.

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