Bürgermeisterin Ulrike Mohrs im Dialog mit der BI

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Vor über 60 Bürgerinnen und Bürgern stellte Ulrike Mohrs ihre berufliche Vita und die Schwerpunkte ihres neuen Amtes vor.

In Impulsvorträgen informierten der Vorsitzende der BI, Rüdiger Neitzel, sowie weitere Mitglieder über die von den Bewohnern des Stadtteils als am dringendsten angesehenen Problemlagen: Der stetig wachsende Verkehr, der hiermit verbundene Lärm und Emissionen sowie die ins Auge gefassten Planungen zur Erweiterung des Industriegebietes an der L 52. Obwohl seit über 30 Jahren von Gutachten seitens der Stadt und des Verwaltungsgerichtes Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung empfohlen und gefordert werden, hat sich die Situation im Stadtteil Rübenach nur immer weiter verschlechtert.

So stieg z.B. das Verkehrsaufkommen im Zeitraum 2005 – 2015 zwischen 20% in der Aachener Straße und 53% in der Kilianstraße. Und jede weiteren Betriebs- und Industrieansiedlung in Rübenach, im Metternicher Feld sowie im DLZ Bubenheim trägt zur Verschärfung der Lage bei. Dringend geboten sind nach Meinung der BI daher eine kurzfristige Inbetriebnahme der seit Jahren in Aussicht gestellten Umgehungsstraße, ein LKW-Durchfahrverbot, Tempo 30 innerorts, eine Lärmschutzwand an der A 48 und eine zeitnahe Realisierung des 2. Bauabschnitts der Nordtangente Metternich.

Ziel der BI ist eine Kooperation mit der Stadt und keine Konfrontation. In diesem Sinne sagte  die Bürgermeisterin ihre Unterstützung zu und freut sich auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. Mit großem Beifall wurde Ulrike Mohrs von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern verabschiedet.

Rüdiger Neitzel BI Lebenswertes Rübenach – 15.03.2019

1 KOMMENTAR

  1. Analyse stimmt – Lösungsvorschlag falsch.
    Warum? Es gibt Engstellen (Kreuzungen, Autobahnauffahrten, Kreisel, Stadtdurchfahrt und Zufahrten zum Parkplatz/-haus) und da entstehen die Staus. Beispiel: Die Engstelle Autobahnkreuz Koblenz A48/B9. Der immerwährende Stau auf der B9 wird auf der B9 bleiben – mit und ohne Nordtangente. Die Nordtangente mit Fahrtrichtung vom Verwaltungszentrum in den WW (A48), nach Neuwied, nach Remagen, nach Bonn und in die Eifel (A48) endet auf der B9. Bei jedem Stau werden immer die Seitenstraßen geflutet. Außerdem wird immer der kürzeste Weg gesucht, ohne Rücksicht auf die Anlieger. Auch reine Anliegerstraßen, Spielstraßen und auch Landwirtschaftliche Wege werden rücksichtslos genutzt. Ein Unfall auf der A48 bei Bendorf merken wir Metternicher in der Rübenacher Straße. Der Verkehrfluss bricht in Koblenz direkt zusammen. Nur eine Sackgasse gibt einem die Garantie auf Ruhe!
    Ohne Alternative zum MotorisiertenIndividualVerkehr (MIV) wird der PKW-Anteil pro Anwohner höher. Weitere Straße suggerieren problemlose Anreise – was aber zum Schichtbeginn oder zu den Hauptzeiten wegen den Engstellen nicht zu erreichen ist. Wir kennen doch alle die Situation im Industriegebiet in Mühlheim-Kärlich. Wir kennen doch alle die unglaublichen Anstrengungen der KV MYK das Verkehrsproblem zu lösen. Besser, aber nicht gut und zu gewissen Zeiten fährt man besser nicht nach Mülheim-Kärlich.
    Ich weiß, Herr Neitzel kennt die Argumente. Trotzdem möchte er nicht erkennen, dass seine Analyse auf eine lange überfällige „Verkehrswende“ hinweisen. Er blendet eine Nutzung der Bahnstrecke Lützel-Bassenheim mit einer StadtBahn mit P+R-Parkplatz in Bassenheim vollkommen aus. Herr Neitzel ist nicht mit dieser partiellen Blindheit allein. Man ist der Meinung weil die Bahnstrecke unterbrochen ist kann man die nicht mehr in Betrieb nehmen. Falsch.
    Alle kennen das Problem. Es betrifft nämlich nicht nur die Aachener Straße. Die Fachleute diskutieren eine weitreichendere Problemlösung: „S-Bahn im nördlichen Rheinland-Pfalz“. Der Haltepunkt Mitte wird schon jetzt gut angenommen aber ist nur ein Baustein von vielen Maßnahmen für eine S-Bahn im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der Bahntakt auf der Rheinstrecke ist inzwischen halbstündlich. Der Haltepunkt am Verwaltungszentrum ist beschlossen. Horchheim? Die Brex?
    Leider kann der Zug nicht mehr bis Mayen fahren – der Zug ist abgefahren die Strecke ist entwidmet. Trotzdem ist es noch sinnvoll die Bahnstrecken mit einer Länge von 9 km zu nutzen. Es gibt viele Bahnstrecken mit einer vergleichbaren Länge die erfolgreich betrieben werden (z.B. Schönbuchbahn, Chiemgaubahn). Es gibt aber nur wenige Bahnstrecken mit so einer dichten Besiedlung in nächster Nähe wie diese! Noch ist die Bahnstrecke gewidmet. Wenn nur 30% des Durchgangsverkehrs der Aachener Straße vom Maifeld in die Stadt mit dieser Bahn fahren würden (sehr niedrige Schätzung, üblich ist 40%) dann bedeutet das 2.000 Fahrzeuge weniger pro Tag. Weniger in der Aachener Straße. Weniger in der Rübenacher Straße, Trierer Straße, Mayener Straße, in der Stadt usw.
    Mein Lösungsvorschlag: Wir brauchen eine Verkehrswende! Wir brauchen einen besseren und leistungsfähigen ÖPNV. Dafür muss bestehende Infrastruktur konsequent genutzt werden. Das kostet Geld! Für jede Arbeitsstelle im nördlichen Rheinland-Pfalz eine verpflichtende Abgabe für ein ÖPNV-Ticket für 365 Euro/Jahr. Zwangsabgabe für jeden Hotelgast mit 1,– Euro pro Tag. Das bringt 1/3 mehr als der VRM zur Zeit zur Verfügung hat. (Berechnet auf der Zahlnbasis die ich im Internet gefunden habe.)
    Dafür freie Fahrt im gesamten VRM-Gebiet. Freie Fahrt für (schulpflichtige) Kinder. Freie Fahrradmitnahme!
    Dann können viele auf Ihr Auto verzichten. Weniger Autos, weniger Verkehr! Weniger Verkehr in der Aachener Straße. Das ist die Richtige Lösung, andere Städte machen es vor, die Idee kommt nicht von mir!

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