Kann die Kilianstraße Einbahnstraße werden?

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Rübenach. Die Diskussionen um den schmalen Streifen Bürgersteig in der Kilianstraße, der durch einen Neubau noch schmaler wird (die RZ berichtete), haben den Blick noch ein mal auf die Verkehrssituation in der Straße gelenkt. Diese beginnt quasi mitten im Stadtteil. Sie ist eine stark genutzte Verbindung nach Bubenheim, zu Globus, Ikea, nach Kesselheim, ins Industriegebiet Rheinhafen und andere Ziele. Schon seit Jahren ist deshalb ein Querverbindung von der Hauptstraße in Rübenach, der Aachener Straße, zur Kreisstraße nach Bubenheim geplant.

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Rhein Zeitung – 13.08.2019

4 KOMMENTARE

  1. Der Bericht in der Rhein-Zeitung ist mehr oder weniger eine Forsetzung vorangegangener Berichte und Leserbriefe. Es scheint einen rechtskräftigen Bebauungsplan zu geben, der unter der Nummer 235 rechtsverbindlich die Verlegung der K12 vorsieht. Es könnte also durchaus im Bereich des Möglichen liegen, dass die K12 von der Aachener Straße in Höhe der Gaststätte „Brückerbach“ nach Bubenheim geleitet und somit die Kilianstraße weitgehend vom Durchgangsverkehr befreit werden könnte. Es ist begrüßungs- und bemerkenswert, was die Rübenacher Bürgerinitiative und allen voran Rüdiger Neitzel hier auf den Weg gebracht haben. Schön ist auch zu beobachten, wie sich diverse Rübenacher Politiker nun endlich ebenfalls dieses Problems annehmen und die Arbeit der Rübenacher BI versuchen zu unterstützen, sei es beim Zeitungs-Interview oder in den Ausschüssen.
    Am Ende werden aber einzig Ergebnisse zählen, wer die gesamte Aktion begonnen und angestoßen hatte – und wer auf den schon fahrenden Zug aufgesprungen war, sollte dann vielleicht zweitrangig sein.
    Rudolf Kowalski

  2. Bemerkenswert an dem RZ-Artikel ist für mich zu lesen was alles nicht in die Überlegungen und Planungen mit aufgenommen wird, was alles nicht geht und dass man wiedermal Straßen bauen will. Die Hofnung die man in die „neue“ K12 setzt kann sich aber nicht erfüllen.
    1. Die „neue“ K12 bringt keine Entlastung in Rübenach vom Durchgangsverkehr von Bassenheim zum Globus und ins Industriegebiet. Das kann man nur durch eine veränderte Verkehrsführung u.a. am Bassenheimer Bahnhof erreichen, auch das ist eine der wesentlichen Forderungen der BI Rübenach. Ein Abschnitt der Kilianstraße von der Kruppstraße Richtung Aachener Straße ist als Einbahnstraße für Anlieger möglich!
    2. Die „neue“ K12 ist eine Abkürzung/Alternative von der A61 (L52, BwZk) zum Globus.
    3. Mehr Straßen bringen mehr Verkehr. Alternativen zum MIV (gesprochen Mief, bedeutet Motorisierter Individual Verkehr) sind wiedermal nicht Bestandteil der Überlegungen. Rückbau der Straßen. Schaffen von Alternativen für Pendler u.a. Stadtbahn von Koblenz nach Bassenheim!

    Man findet wiedermal nur Überlegungen von denen man sich in anderen Städten schon in den 1970er Jahren verabschiedet hat. Weltweit hat man erkannt, Wachstum der Städte führt zu mehr Verkehr. Der IST-Zustand an täglichen Staus und Belastung der Anlieger ist nicht akzeptabel und man versucht die aktuellen Probleme mit neuen Straßen zu beheben. Neue Straßen entlasten aber nicht die Anlieger der Hauptstraßen. Das zukünftige höhere Verkehrsaufkommen kann aber nicht mehr berücksichtigt werden, die Fläche ist begrenzt! Weltweit hat man erkannt: Straße bringt mehr Verkehr und hat seine Schlüsse für die Stadtplanung gezogen. Es werden Hochstraßen wieder abgerissen, mehrspurige Stadtautobahnen werden zurückgebaut und Brücken für den MIV gesperrt – ÖPNV, Fußgänger und Fahrrad frei – der Erfolg gibt den Städten recht.

    Die empfohlenen Bürgersteigbreite ist 2,50m. Zwei Personen mit Taschen die nicht auf die Straße ausweichen müssen. Das gleiche gilt für Fahrradwege. Das ist in der Kilianstraße und in vielen Straßen von Rübenach und Metternich nicht umsetzbar, Baumaßnahmen wären auch zu teuer, weltweit hat man blockweise Stadtviertel verkehrsberuhigt. Fußgänger und Fahrradfahrer nutzen die Straße und Autos müssen Rücksicht nehmen oder haben nur noch einen Teil der Fahrspuren zur Verfügung. Man hat – u.a. in Kopenhagen – ab den 1970er Jahren die Alternativen zum MIF gefördert und die Rechte für PKW eingeschränkt. New York hat diese Entwicklung 2008 übernommen. Was in Millionenstädten möglich ist, sollte auch in Koblenz, Metternich und Rübenach möglich sein.

    Zu Wort kam in dem RZ-Artikel Herr Biebricher, CDU, Stadtratsmitglied und Ex-Landtagsabgeordneter. Ich vermisse bei der CDU das Denken an Alternativen und das bei einer Partei die den Klimadialog ausgerufen hat!.

  3. Das sehe ich in seiner Gesamtheit, was überhaupt die Arbeit der BI unter seiner Leitung betrifft. nicht so.
    Fakt ist doch, dass gerade Herr Neitzel NICHT die gewünschte Akzeptanz von politischer Seite erhält die er verdient.
    Wenn die Thematik „Kilianstraße“ jetzt weitestgehend öffentliche und politische Aufmerksamkeit erhält, dann ist das, wie Herr Kowalski richtig anführt, Herrn Neitzel geschuldet und hat der örtlichen Politik blieb überhaupt nichts anderes übrig, als sich einzubringen.
    Das Problem „Kilianstraße“ ist nicht erst seit gestern bekannt und es hat erst einer solchen Bebauung bedurft, ehe sich auch politisch etwas regt.
    Wir sollten uns einmal der Tatsache bewusst werden, dass ohne die BI, sprich Herrn Neitzel, sich hier in Rübenach nichts bewegen würde.
    Die BI ist nun einmal der Anstoß dafür, dass sich etwas bewegt, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass man im Endeffekt immer auf das Wohlwollen der Politik angewiesen ist, die leider letzten Endes dann auch die Lorbeeren einstreicht.

  4. Die Situation ist doch total verfahren. Straßen, Straßen, Straßen. Man muss das Rad nicht neu erfinden sondern nur von Freiburg lernen. So geht Stadtplanung heute: Dietenbach_Broschuere_DE.pdf
    Die Priorität für die Infrastruktur ist ganz klar: Mehr Raum für Fußgänger, Fahrradfahrer, ganz wichtig Stadtbahn…
    Freiburg hat 317 PKW/1000 Einwohner; von nichts kommt nichts.
    Im Vergleich Mayen-Koblenz 630 PKW/1000 Einwohner, Koblenz 538 PKW/1000 Einwohner.

    Die 7.000 PKW/Tag in der Kilianstraße hat eine Ursache. Man muss Ursachen behandeln und nicht die Symptome.

    Leider konnte die BahnInitiative Koblenz Ochtendung die Entwidmung der Bahnstrecke Bassenheim-Mayen nicht verhindern, der Schaden haben die Anwohner der Hauptstraßen u.a. Aachener Str., Kilianstraße.
    Nach wie vor ist man wie vernagelt. Besserung ist nicht in Sicht.
    Bretter, Bretter, Bretter…

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