Vandalismus in Rübenach

6
1372

Weihnachtszeit – stille Zeit, nicht so in Rübenach!

Leider gab es über die Feiertage zwei Sachbeschädigungen die das normale Maß überschreiten. Eine von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach e.V.“ gestiftete und aufgestellte Bank oberhalb der A 48 wurde von unbekannten Tätern in der Nacht von 26. auf den 27. Dezember vollständig zerstört. Es war dies ein beliebter Ruheplatz für Bürger die mit ihren Hunden hier gern spazieren gehen. Die Bank stand dort seit 2008 und wurde von den Mitgliedern der BI regelmäßig gewartet.

Es ist nicht zu verstehen warum die ehrenamtlichen Bemühungen der BI für ein „lebenswertes“ Rübenach so wenig geachtet werden. Aber damit nicht genug: Eine weitere Bank, die auf dem Pfad zwischen der Grundschule Rübenach und der benachbarten Kindertagesstätte stand, ging restlos in Flammen auf!

Anwohner bestätigen, dass es gerade in diesem Bereich oft zu Ansammlung von Jugendlichen kommt und Brände dort keine Seltenheit sind. Ein Anwohner sagte: „Gut dass die Grundschule eine feuerfeste Fassade hat, sonst wäre die Schule wohl auch schon abgebrannt“. Andere Anwohner äußern ihre Angst in der Dunkelheit dort durch zu gehen und nehmen lieber Umwege in Kauf.

Alles das bestätigt die Aussage des statistischen Amtes der Stadt Koblenz die im Bürgerpanel 2019 zum Thema Sicherheit ermittelt wurde. Danach empfinden die Rübenacher Bürger ihren Stadtteil als nicht sicher, er liegt im untersten Teil der Tabelle.

Wie kann man dieser bedauerlichen Entwicklung Einhalt gebieten? Vor Jahren befasste sich der Ortsbeirat mit dem Vorschlag in Rübenach einen betreuten Jugendtreff einzurichten. Dieser sollte in Containern vor der Grundschule installiert werden. Viele Bürger sind der Meinung dass dieser Jugendtreff absolut notwendig ist. Es gibt keinen anderen Treffpunkt für Jugendliche im Ort. Leider ist daraus bisher nichts geworden.

Es ist leider so, dass viele Rübenacher Bürger das Gefühl haben, von der Stadt Koblenz vernachlässigt zu werden.

Rüdiger Neitzel BI „Lebenswertes Rübenach“ – 29.12.2020
Fotos BI „Lebenswertes Rübenach“

6 KOMMENTARE

  1. Ein Jugendtreff im Zentrum des Vandalismus. Das kann nicht die Lösung sein.
    Die Jugendlichen treffen sich hier schon, täglich! Was dabei heraus kommt ist bekannt. Letzte Nacht brannte zum 4. mal in 2 Wochen ein Pappcontainer.
    Abgesehen davon, dass ein Jugendtreff in der Regel und Praxis sicher noch mehr Ärger bedeutet, sind wir Anwohner hier schon mehr als genug Lärm, Randale, Zerstörung und auch Sorge ausgesetzt.

    Dem Problem muss meiner Meinung nach anders begenet werden.

  2. Sehr geehrter Herr Neitzel,
    Sie scheinen ja ein großer Verfechter des momentan viel diskutierten Jugendtreffs zu sein. Ich bin es nicht. Als Anwohner des Brennpunktes Schulhof würde ich es von daher sehr begrüßen, dass Sie Ihre Kellerräume zum Sammelpunkt unserer liebenswerten Kids zur Verfügung stellen. Bitte überprüfen Sie auch, ob Ihre Feuerlöscher sich im ordnungsgemäßen Zustand befinden. Pünktlich zum Jahreswechsel waren mal wieder Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Zum x-ten Mal brannte einer der Papiercontainer auf dem Schulhofparkplatz. Und zum x-ten Mal waren die Kids als begeisterte Zuschauer am Rande zu sehen um sich mit Handyaufnahmen an ihrem Werk zu erfreuen.
    Wie Freizeitangebote für Jugendliche angenommen werden, kann man am besten im Cagesoccer erleben. Das neue Schild für die Öffnungszeiten hat wenige Wochen funktioniert, danach wurde wieder munter über den Zaun geklettert, mit Musik unterlegtem Gegröle gebolzt bis in die Abendstunden. Man hält sich einfach an nichts, weil es nicht kontrolliert wird bzw. werden kann.
    Ich gebe auch zu bedenken, dass sich mittlerweile rund um die Franz-Mohrs-Halle ein be- und anerkannter Drogenumschlagplatz entwickelt hat. Sie wollen doch wohl nicht, dass es den Teens noch leichter gemacht wird, damit in Berührung zu kommen?!
    Das Ordnungsamt fährt zwar hin und wieder hier vorbei, schafft es aber leider nicht mehr sich aus ihren Fahrzeugen zu hieven und das Kleinfußballfeld zu räumen. Man sei nicht zuständig wurde mir mitgeteilt.
    Suchen Sie bitte einen anderen Standort für die Kleinen, wir haben hier genug Programm.
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Wies
    Am Mühlenteich 22
    Lebenswertes Rübenach

  3. Ein Jugendtreff macht keinen Sinn ,das sind Gutmenschgedanken.Nach ein paar Wochen wäre alles demoliert.Die Kellerräume von denen die das befürworten finde ich eine super Idee.Und wenn Herr Neitzel schreibt das Anwohner Angst haben dort vorbeizugehen und das Ordnungsamt sich nicht zuständig fühlt wird es Zeit eine Bürgerwehr ins Leben zu rufen..Ein Mitglied wäre schon vorhanden.Es kann ja nicht sein das es hier im Ort Plätze gibt an denen sich die Bürger aus Angst nicht mehr vorbeitrauen.Ich glaube nicht das die Bürger von Rübenach sowas hier möchten…

    Frohes Neues Jahr
    Volker Schmitz

  4. Als Anwohner dieser Wohngegend graut es mir jetzt schon vor dem vielbesprochenen Spielplatz „In der Klause“. Dieser ist durch seine abgelegene Lage ein perfekter Rückzugsort für die Jugendlichen um ihr Treiben noch unbeobachteter auszuleben. Man darf da eher nicht drüber nachdenken was einen hier zu erwarten steht.

  5. Zu keiner Zeit haben sich Jugendliche an die Vorgaben der „Alten“ oder einfach der Erwachsenen gehalten – wir auch nicht. Das war immer so, das ist so – und das wird auch wohl immer so bleiben. Die Jugend aber einfach hängen zu lassen, ist sicher keine Lösung. Eine gesamte junge Generation mit alten „Werten“ zu versorgen, wurde ab 1933 schon einmal probiert. Das Ergebnis ist uns Allen hinlänglich bekannt. „Die Fahne hoch“ möchte man da sagen, oder eben besser nicht. Unsere Steuergelder für die junge Genaration zu benutzen, halte ich persönlich für weit sinnvoller, als Großkonzerne zu subventionieren, um damit die Boni und Dividenden zu finanzieren, damit wir Alten auch genug mit ins Grab nehmen können. Sich um die Jugend zu kümmern, sie vielleicht zu betreuen, oder ihrem Dasein einen anderen Sinn zu verleihen… wer sollte dies denn sonst tun, wenn nicht wir Alten? Dass wir dringend einen betreuten Jugendtreff brauchen, steht außer Frage. Zweitrangig ist erst einmal, wo dieser letztlich hin soll.
    Da die Jugendlichen sich nicht selbst gemacht haben, sind wir in der Verantwortung, dieser Generation zur Seite zu stehen, statt erst einmal Alle pauschal zu verurteilen.
    Und mal ganz nebenbei: Wie kommt man auf die Idee, ein Haus zu bauen, zu kaufen oder zu mieten, welches in unmittelbarer Nähe zu einer Grundschule, einem Kindergarten, einem Sportplatz, einem Kirmesplatz usw. steht? So ganz schlau ist das nicht, wenn man keinen Lärm ertragen möchte.
    Was ich hier an dieser Stelle vermisse, sind alternative Vorschläge. Neben Ihrem Unmut, den ich durchaus in Teilen verstehe, wie sähe denn eine Lösung aus, die jeder von uns gerne mit tragen möchte?

    Solche Taten sind sicher nicht zu beschönigen oder zu relativieren. Meist sind nur einige Wenige die Rädelsführer, die es heraus zu filtern gilt. Wo sollte das besser gehen, als in einem organisierten und betreuten Jugendtreff?
    In Andernach gab es in den achtziger Jahren einen Pfarrer, der Motorradfahrer Treffs veranstaltete. Diese Treffs gefielen längst nicht jedem Anwohner der Nachbarschaft. Oberste Prämisse war allerdings, dass dort ein Gottesdienst stattfindet und im Anschluß im Gemeindezentrum noch das eine oder andere Bier getrunken wird. Wer Drogen mitbrächte, würde sofort dieses Hauses verwiesen und bekäme Hausverbot auf ewig.!!!
    Es hat dort nie Drogenmißbrauch gegeben; und außer den mitunter lauten Motoren der Bikes bei Ankunft und Abfahrt, wurde es dort nie laut, oder gar unflätig oder übermutig. Es wurde geschätzt, dazu zu gehören und daran teilnehmen zu dürfen. Man traf sich von überall her zum Gottesdienst und zu einem friedlichen Plausch. Danach fuhr man wieder in alle Himmelsrichtungen davon… ohne Ärger, ohne Randale etc. Dieser Pfarrer hatte wirklich Alles im Griff. Die dortigen Anwohner sahen sich dennoch belästigt und „bedroht“ und sorgten dafür, dass diese Treffs nicht mehr stattfinden durften.
    „Es kann der Frommste nicht in Frieden Leben, wenn der liebe Nachbar es nicht will“
    Rudolf Kowalski

  6. Heute gegen 16.00 Uhr wurde festgestellt, dass zwischen der F-Mohrs-Halle und der Schule eine zerstörte Bank liegt. Es handelt wohl um eine Bank, die dem Kindergarten gehört. Auf dem Schild ist zu lesen, „damit nicht nur wir die (Schul)-Bank drücken müssen“. Schukis 2016. Daneben in schwarzer Farbe „Drecks Polizei“. Von dem Holz der Bank wurde neben der Eingangstür eine Feuerstelle angelegt, um evt. zu zündeln. Daher meine Bitte an die Eltern bzw. Alleinerziehenden achte bitte auf Eure Kinder und fragt was sie draussen gemacht haben. Auch wir Erwachsenen sollten etwas aufmerksamer sein und ggf. die Kinder fragen, was sie vorhaben. Vielleicht gelingt es uns, dass wir mal sagen können, es ist schön hier zu leben. Was ich z.Z. nicht sagen kann.
    Heinz Bengel

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here