Vandalismus in Rübenach reißt nicht ab

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Anwohner richteten sich in einem Schreiben an den Ortsvorsteher und das Ordnungsamt

In den vergangenen Wochen ist es zum wiederholten Male zu Vandalismus im Bereich des Kleinspielfeldes neben der Grundschule gekommen. Müll wurde auf diesen geworfen und angezündet. Auch wurde mit Steinen geworfen, bei denen beinah ein Kind getroffen wurde. „Immer wieder gibt es am Tag aber besonders auch nachts jugendliche Gruppen, die sich vor dem Spielplatz aufhalten und randalieren“, so Stimmen aus dem betroffenen Umfeld. Familien lassen deshalb aus Sorge ihre Kinder nicht mehr auf den Spielplatz. Auch Container wurden wiederholt in Brand gesetzt.

Die Situation als solche ist nicht neu. In einem Schreiben von Anwohnern an den Ortsvorsteher und das Ordnungsamt Koblenz wurde jetzt erneut das Problem angeprangert. Im Juni d. J. hatte Ortsvorsteher Thomas Roos bereits darauf hingewiesen, dass er mit den Behörden im regen Austausch zur Situation stehe und u. a. vermehrt Kontrollfahrten des Ordnungsamtes und der Polizei durchgeführt werden sollen. Genützt hat dies demnach bisher wenig. Deshalb wiederholt der Hinweis, sachdienlichen Hinweise umgehend dem Ordnungsamt per Telefon unter: 0261-129 4567 sowie der Polizei unter: 0261-103 29 11 zu melden.

Redaktion unser-ruebenach.de – 29.07.2021

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13 KOMMENTARE

  1. Da der Streifendienst von Ordnungsamt und/ oder Polizei ja wohl wenig bis garnichts bringt sollte man darüber nachdenken an den betreffenden Orten Wildkameras aufzuhängen.

    Dann hat man die Verursacher sehr schnell.
    Bedauerlich das man zu solchen Mitteln greifen muss aber diese Zstände sind so nicht haltbar und schon garnicht zumutbar für Anwohner und vor allem für Kinder die den Spielplatz als solchen nutzen wollen.

  2. Ja, ein solcher Ruf nach einem totalen Überwachungsstaat kommt leider meist nicht von Ungefähr. Ob am Ende aber nur Positives dabei rauskommt, darf getrost angezweifelt werden. Einwohner und *innen des ehemaligen Unrechtstaates DDR wissen da sicher einiges zu berichten. Zum Glück wurden wir bisher von so etwas verschont, zumindest offiziell.
    Wildkameras könnten womöglich einer Aufklärung dienen, nur… wie lange würden diese dann auch hängen bleiben, bis auch sie von diesen Jugendlichen aus Langeweile und Übermut zerstört würden?
    Und dass Strafen allein nichts bringen, können wir oft in den USA sehen, wo selbst die Todesstrafe potentielle Täter nicht von ihren Verbrechen abhält. Vielleicht sollte man eher versuchen, dem Leben der jugendlichen Täter und *innen einen sinnhaften Ausgleich anzubieten.

  3. Die Polizei bzw. das Ordnungsamt fahren seit Anfang des Jahres morgens um 10 Uhr kontrollieren und das wars dann. Das sehe ich jeden morgen beim Spaziergang. Dann, wenn die Jugendlichen in der Schule sitzen. 1A!

  4. Nachdem letzte Woche mal wieder der Papiercontainer auf dem Schulhof gebrannt hat und ein Schreiben besorgter Bürger ans Ordnungsamt und den Ortsvorsteher verschickt wurde, hat man vor 2 Tagen mal eine größere Gruppe von Polizisten auf unsere umtriebigen Jugendlichen losgelassen. Sogar ein Hund (Drogenhund?) war dabei. Da sind sie aber gelaufen unsere kleinen Schreihälse, aber kurz darauf trafen sie sich schon wieder um sich ja nicht einschüchtern zu lassen erneut auf dem Schulhofparkplatz. Gruppenpräsenz zu zeigen scheint ihnen wichtig zu sein. Nachdem die Polizei sie aufgeklärt hatte, dass der Kinderspielplatz eine Altersbeschränkung auf dem Aushang stehen hat, wurde kurz mit 10 Fingern nachgerechnet und man verließ das Betriebsgelände. Einen Tag später, nach genauer Prüfung ihres Endergebnisses, traf man sich – als ob nichts geschehen wäre – erneut auf dem Spielplatz und machte genau da weiter, wo man tags zuvor aufgehört hatte.
    Haben diese Jugendlichen eigentlich Eltern? Ist es denen egal was ihre Kinder treiben oder haben sie es bereits aufgegeben?
    Kann mal nicht mal von Ordnungsamt- oder Polizeiseite aus die Personalien der Randalierer aufnehmen und sie mal zu ein paar Stunden Sozialarbeit ermuntern? Vielleicht bringt das ja was…

  5. Sozialarbeit klingt zuerst einmal harmlos und man möchte spontan zustimmen. Dann kämen diese Jugendlichen auf andere Gedanken, klar. Aber irgendwie hat so etwas immer einen faden Beigeschmack aus unserer Historie. Denn die Steigerung zur verordneten Sozialarbeit hieß damals Arbeitslager. Das war oder ist dann die „B-Seite“ der Medaille. Vielleicht würde erst einmal ein Sportverein etwas bringen. Natürlich nicht ein solcher zur reinen Ertüchtigung, sondern eher ein Wettkampfsport. Das spornt an. Und auch hier nicht nur Laufen und Springen, sondern vielleicht Ringen, Boxen, Judo, Aikido, oder auch Karate oder Taekwondo. Dort könnten die Jugendlichen etwas über Disziplin und Charakter lernen. Das packt das Problem vielleicht an der Wurzel.
    Am Ende könnte das womöglich besser sein, als einfach nur stumpfe Bestrafungen, die in einzelnen Fällen natürlich auch nötig sein können.
    Rudolf Kowalski

    • Ringen, Boxen, Judo, Aikido, oder auch Karate oder Taekwondo. Das sind ja genau die richtigen Sportarten,damit aus den sogenannten Jugendlichen schöne Sraßenschläger werden.Klasse Idee..Sozialarbeit hat noch keinem was geschadet,auch mir nicht.Beigeschmack,Historie und Arbeitslager ist da schon so richtig übertrieben.Das hat damit nicht mal ansatzweise was zu tun.Man kann nur den Kopf schütteln,ja nicht zu hart anpacken die Randalierer.Der deutsche ist mir langsam ein Rätsel…

  6. Es kommt einem vor wie ein Katz und Mausspiel zwischen gewissen Jugentlichen,Polizei , Ordnungsamt und Verwaltung.Alle gut gemeinten Vorschläge,die hier veröffentlicht wurden, werden an der momentanen Situation nichts ändern.Die Jugendlichen sehen sich meiner Meinung nach noch mehr veranlaßt Dreck Vermüllung Zerstörung (auch Straftaten) mit krimineller Energie weiterhin zu begehen.Sie wissen ganz genau das nichts passiert.Verschwinden wenn Polizei sich nähert und anschließend genauso weiter machen wie vorher.Gut gemeinte Appelle oder gelegentliche Streifenfahrten von Ordnungsamt und Polizei helfen da schon lange nicht mehr. Da lachen die Herrschaften nur drüber. Ob man ihnen mit Wettkampfsport das richtige Freizeitangebot macht wage ich zu bezweifeln.Das kommt mir eher so vor wie den Bock zum Gärtner zu machen. Stellt sich tatsächlich die Frage ob die Eltern wissen was ihre Kinder da rund um das Schulgelände treiben.Und ob es ihnen egal ist.Wäre mal ein interessanter Ansatzpunkt dies zu hinterfragen.
    Polizei und Ordnungsamt müssen wesentlich präsenter sein und es müssen strikte Verbote und sogar Platzverweise ausgesprochen werden ,was auch kontrolliert werden muß.Sonst wird man diesem kriminellen Unwesen niemals Herr.
    Ich kenne jetzt schon die Reaktionen: kein Personal keine Kontrollmöglichkeiten keine rechliche Handhabe…usw…usw.
    Armes Deutschland.Dann müssen wir mit diesen Mißständen weiter leben.

  7. Man muss sich doch mal fragen, was tut denn die Stadt um die Jugendlichen in irgendeiner Weise zu betreuen? Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass bereits in den Jahren 2011 /12 im Ortsbeirat über die Einrichtung eines Jugendtreffs (mit einem Betreuer) diskutiert wurde, und der wäre m.E. nach wie vor nötig.
    Leider wurde das von der Stadt abgelehnt. Lesen Sie dazu folgenden Briefauszug :

    Der Oberbürgermeister
    Betr. : Einrichtung eines Jugendtreffs in Rübenach
    Sehr geehrter Herr Neitzel,
    nach unserem Gespräch in meiner Sprechstunde in Rübenach habe ich die Kämmerei
    um eine detaillierte Stellungnahme zu der haushaltsrechtlichen Umsetzbarkeit Ihres Anliegens gebeten.
    Demnach stellt sich die Situation leider so dar, dass eine Umsetzbarkeit auch bei einer
    Kostenreduzierung deutlich unter 100.000 € nicht gegeben ist……..
    Damit ist der Haushaltsvollzug des geplanten Projektes aus haushaltsrechtlichen Gründen ausgeschlossen……
    Wie bereits in der Bürgersprechstunde mitgeteilt werden allerdings durch das Amt für
    Jugend, Familie, Senioren und Soziales weitere Möglichkeiten der Schaffung eines Jugendtreffs geprüft. Insbesondere soll hier mit der Kirchengemeinde geklärt werden, ob
    nicht eine dauerhafte Nutzung am derzeitigen Standort möglich ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig

    Fazit: In 10 Jahren ist nichts passiert ….

  8. Schön, dass ich hier wohl einen Meinungsaustausch anstoßen konnte. Auch wenn Dinge kontrovers diskutiert werden, es wird wenigstens darüber gesprochen.
    Gerne gebe ich Herrn Neitzel an dieser Stelle recht, dass die Stadt nichts, aber auch gar nichts für die Jugendlichen tut – und das seit 10 Jahren. Ist das nicht toll? Ja, es ist nicht toll.
    @ Volker Schmitz: Ich weiß nicht, welche Kampfsportart Sie betreiben oder betrieben haben; und welche Erfahrungen Sie womöglich (leider) schon einmal mit Straßenschlägern hatten. Unter den Straßenschlägern sind höchst selten gute oder sehr gute Kampfsportler. Mich hat der Kampfsport Demut und Diszuplin gelehrt. Für den täglichen Aggressionsabbau war es sehr hilfreich. Vor Allem aber hat es auch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein gebracht, ganz besonders natürlich für die Krankenschwestern und Physiotherapeutinnen, mit denen ich u.a. trainierte.
    Sogenannte Straßenschläger waren dort selten gesehen – und waren meist schneller wieder weg, als sie gekommen waren.
    Natürlich müssen Straftaten geahndet und betraft werden. Aber ohne ein Alternativangebot bringen Strafen auf Dauer leider auch nichts, wie man in den USA sehr schön beobachten kann. Dort gibt es in manchen Staaten sogar die Todesstrafe… und? Seit Jahrzehnten ändert sich dort wenig bis gar nichts.
    Wir verhindern per Anordnung die natürliche Entwicklung der Jugendlichen seit Anfang 2020, ohne diesen eine Alternative anzubieten. Dass junge Menschen geradezu strotzen vor Testosteron, ist doch jedem von uns klar… außer jenen natürlich, die vergessen haben, dass auch sie einmal jung waren…

  9. Es kann doch nicht irgendjemand glauben, dass man diese Fasterwachsenen betreuen oder in einen Jugendraum stecken kann. Das Projekt ist doch hier im Ort vor vielen Jahren schon mehrmals gescheitert. Auch wieder bemerkenswert welcher Ort dafür gerade diskutiert wird: Irgendein Raum in der Franz-Mohrs-Halle. Dankeschön, dann haben wir Anwohner hier noch mehr Radau, es steht uns bis obenhin und nicht einer von denen die hier gemeint sind, wird sich von einem Betreuer von der Straße holen lassen. Auch das gut gemeinte Musikprojekt hat keiner von denen hinter dem brennenden Papiercontainer hervorgelockt.
    Es ist genauso wie Frau Engel es beschrieben hat: Keiner zuständig, keine Handhabe.
    Zu den unsäglichsten Zeiten wird kontrolliert, meistens noch nicht mal aus dem Auto ausgestiegen. Das mittlerweile wieder jeden Sonntag – verbotenerweise – auf dem Cagesoccer gespielt, gegrölt und gesoffen wird, scheint überhaupt niemanden mehr zu interessieren. Da fährt sogar die Polizei mit geschlossenen Augen vorbei.
    Das dufte Örtchen hat sich sehenden Auges runtergewirtschaftet

  10. Es ist so weit gekommen das hunde auf Jugendliche gelassen werden obwohl sie schon kontrolliert wurden und das Beamte frech werden und den Leuten drohen. Einem Jugendlichen wird sogar am Hals gepackt da dieser angefangen hatt zu lachen .Als dieser seine Hand hebt wird er mit dem Gesicht gegen die Wand geworfen und als ob , dies nicht reichen würde bekommt er noch eine tritt in die Genitalien und wird mit dem Streifen wagen mit genommen. Zu gut erlezt behauptet die Beamtin die dies tat ,dass sie Anzeige erstatten wird weil er sie gehauen hätte.Da die Polizisten Kameras besitzen könnte man dies alles gut nachprüfen. Ich denke viele Anwohner würde das Verhalten der Beamten sehr erschrecken ,
    zu dem einige einfach nur Fußball spielen wollen und unnötig mit rein verwickelt werden . Auch ist es schon vor gekommen ,dass bei einer Personalkontrolle eine Dienstwaffe auf einen 15 Jährigen gehalten wird .zu dem Frage ich mich wieso jeder der dort unten ist ohne Grund einen
    Platz verwies erhält und ihnen gedroht wird das wenn sie nochmal dort hingehen der Hund sie beißt und sie im Krankenhaus landen .
    Es ist vielen nichts Neues das in Rübenach einige Anwohner keine Kinder mögen ,oder nur bis sie über 10 Jahre alt sind. Deswegen gibt es auch immer wieder Leute die, die Polizei anrufen , wenn sie eine Gruppe von Jugendlichen sehen .

  11. Komische Diskussionen. Das größte Problem sind die Eltern dieser Kinder. Da sollte angesetzt werden. Kinder mittels irgendwelchen gutgemeinten Angeboten von Dummheiten abzuhalten mag in einzelnen Fällen klappen. Dem Großteil dieser Kinder fehlt es leider an Erziehung und Anstand. Früher haben die Eltern es mitbekommen wenn man etwas angestellt hatte. Heute scheint den Eltern es egal zu sein wenn ihre Kids Dummheiten machen. Hauptsache sie stören zu Hause nicht. Da helfen die tollsten Angebote nicht wenn die Eltern den Kindern nicht die Spur stellen.

  12. Ethik und Anstand sind leider nicht mehr „in“, ob das nur auf Jugendliche und deren Eltern zutrifft, oder eben auch auf die Beamten*innen des Ordnungsamtes zutrifft, vermag ich nicht zu beurteilen. Ebenso wenig, ob die Menschen, die sich an dieser und anderer Stelle permanent über die Verhaltensweisen von Jugendlichen beschweren. Wir brauchen weder randalierende Jugendliche oder ältere Menschen, die vergessen zu haben scheinen, wie sie selbst einmal waren, noch brauchen wir selbstjustizierende Polizeibeamte*innen, wie sie hier deutlich beschrieben werden.
    Für ein gesundes Miteinander braucht es Toleranz – und zwar von allen Genannten.

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