Start Redaktion unser-ruebenach.de Ist nach Aschermittwoch alles vorbei?

Ist nach Aschermittwoch alles vorbei?

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Karnevalsumzug im Schatten der Bürokratie

Das war er dann mal wieder, der Straßenumzug 2026 am Karnevalsamstag im Rübenach. Zwar kleiner und ohne große Wagen, aber immerhin. Aktive und die meisten Zuschauer hatten ungeachtet aller Einschränkungen letztlich doch ihren Spaß daran.

Was sich im Vorfeld und anschließend über Social-Media Facebook jedoch für einen Shitstorm abspielte, war schon bemerkenswert. Von Katastrophe, zu wenige Gruppen und überhaupt …  war hier zu lesen. Niemanden derer machte sich jedoch Gedanken darüber, welchen Aufwand die teilnehmenden Vereine und Gruppen zu einem und vor allem der ausrichtende Verein, die K.u.K. Rübenach, mittlerweile leisten muss, um hier im Ort überhaupt noch einen Straßenumzug zu veranstalten.

Von den Kosten für Versicherung, Musikkapellen, etc. einmal abgesehen, ist die Verkehrssicherungspflicht inzwischen zu einer im wahrsten Sinne Herkulesaufgabe geworden. Allein 34 Halteverbotsschilder inklusive doppelter Fußträger (a 25 kg das Stück) sowie 13 Absperrbarken, musste die K.u.K. nicht nur aufstellen, sondern auch auf dem Betriebshof der Stadt Koblenz abholen und auch wieder zurückbringen. Hier hat die Freiw. Feuerwehr Rübenach dankenswerter Weise beim Transport geholfen. Außerdem mussten 4 Plantafeln (die zuvor käuflich erworben wurden) mit insgesamt 32 Füßen aufgestellt werden, damit die umliegenden Orte über Umleitungen informiert waren.

Ein Aufwand, der neben der Organisation als solche eine zusätzliche Herausforderung für die Vereinsmitglieder bedeutet, von den wenigsten aber zur Kenntnis genommen wird! Würden größere Wagen (Doppelachsen) am Umzug zugelassen, hätten sich die Versicherungskosten exorbitant verteuert und die Beschilderung wie auch die Sicherung der Wegstrecke auf ein Vielfaches vermehrt werden müssen. Hinzu kämen zusätzliche Straßensperren auch auf Zugangsstraßen innerhalb des Zug Weges. Beim Mitführen von großen Wagen, müssten zudem mindestens 4 Personen als Begleitschutz (gegenüber den zwei bei kleineren Gefährten) gestellt werden, was sofern dies nicht aus eigenen Reihen möglich ist, mit weiteren Kosten für Personal verbunden wäre …

Mag sein, dass nicht jedem diese Umstände bewusst waren oder sind. Zweifellos war jedoch die Kritik gegenüber jenen, die unter diesen Voraussetzungen, im Sinne des Rübenacher Straßenkarnevals etwas auf die Beine gestellt haben, einfach unangemessen.

Der geänderte Wegeverlauf hingegen ist u. a. auch darauf zurückzuführen, dass im Bereich Maximinstraße, Kruppstraße und untere Aachener Straße sich stets nur wenige Zuschauer befanden. Ein Grund bei der Planung, auch im Interesse der Teilnehmer, hier eine Änderung anzustreben. Ihn zur anschließenden „After-Zoch-Party“ vor der Schützenhalle zu beenden war von daher auch ein Entgegenkommen an die Aktiven.

Wir können von daher froh sein, wenn in zwei Jahren (unter welchen Auflagen dann auch immer?) noch ein Karnevalsumzug in Rübenach stattfindet und sich vielleicht jene „Kritiker“ überlegen einfach mal mitzumachen. In diesem Sinne: „Rüwwenach Helau“

Herbert Hennes Redaktion unser-ruebenach – 20.02.2026



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