„Desinteresse für Klimaschutz“

2
282

Ein Leser hatte kritisiert, dass die Ortsvorsteherkandidaten für Rübenach den Klimaschutz nicht auf der Agenda haben.

Nein, Herr Neitzel, Sie sind nicht der Einzige. Nur einer der wenigen (in Rübenach), der sich Sorgen macht. Das Desinteresse für Klimaschutz zeigt sich nicht nur in Gestalt der beiden Aspiranten auf den Ortsvorsteherposten, sondern ist schon fast ein Aushängeschild für einen Großteil der Rübenacher Bevölkerung. Von der Stadtpolitik, die auch hier ansässig ist, ganz zu schweigen. Man kann es ganz einfach auf den Nenner bringen: Es interessiert nicht nur die wenigsten. Man weigert sich einfach, etwas dafür zu tun.

Jürgen Müller, Koblenz

Rhein Zeitung – 17.05.2019

2 KOMMENTARE

  1. Bei dem Thema halten sich die sogenannten Aspiranten und auch die hier ansässige Stadtpolitik schlau zurück.Wäre ja Karriereschädlich.

    Volker Schmitz

  2. Bei Anne Will am Sonntag Abend rastete eine junge grüne Aktivistin fast völlig aus, als ihr nach einer gefühlten Ewigkeit das Wort erteilt wurde. Das Thema, um das es in dieser Sendung hätte gehen sollen, betraf die Rettung unseres Planeten – während alle anderen Anwesenden nahezu ausschließlich mit Personaldebatten und Wählerstimmen befasst waren.
    Es ging den Meisten, trotz der ausgeschriebenen Überschrift, nicht um Fragen zur Umwelt, um Vermeidung von schädlichen Abgasen der Industrie und/oder des Individualverkehrs, sondern in erster Linie um Verständnis für den Ausgang der Europa-Wahlen und z.B. für die Arbeitnehmer in der Lausitz. Kaum ein Satz zu unserer Umwelt oder gar Gedanken zu neuen Technologien, die unsere Umwelt schonen UND neue Arbeitsplätze schaffen könnten.
    Letztlich geht es meist um die eigene Karriere und um Posten und Pöstchen. Warum sollte das in Koblenz oder speziell in Rübenach anders sein? Ich darf betonen, dass ich damit niemandem etwas unterstellen möchte – es ist lediglich eine Frage. (political Correctness)
    Die Ansiedlung großer Konzerne, die hier keinerlei Gewerbesteuern abführen, hat also nichts mit wichtigen Einnahmen für die Stadt zu tun, sondern einzig mit Status. Es grasiert die Angst, man könne in Koblenz den Status der Metropole am Mittelrhein verlieren.
    Warum spricht man wohl von so genannten „Betonwüsten“? Wie in jeder anders gearteten Wüste auch, kann hier kein Niederschlag mehr in der Erde gespeichert werden. Somit kann mittel- und langfristig nichts mehr verdunsten und zur Wolkenbildung beitragen. Letztlich findet an diesen Orten kein Niederschlag mehr statt. Das führt natürlich zur weiteren Überhitzung und zur Austrocknung ganzer Regionen. Hinzu kommt auch noch, dass es sich in und um Rübenach um die Kaltluft-Schneise von Koblenz handelt. Rüdiger Neitzel hat es mehrfach thematisiert: Wir hatten im letzten Jahr bereits an einem Tag die Region mit der höchsten Temperatur. Was wollen wir in dieser Hinsicht denn noch erreichen? Sind uns unsere Kinder und Enkel denn völlig gleichgültig?
    Ich weiß nicht, ob man studiert haben muß, um solche Zusammenhänge zu begreifen… gesunder Menschenverstand täte es sicher genauso.
    Rudolf Kowalski

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here