50 Jahre Zender: Firmengründer blickt zurück auf die Anfänge

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Mülheim-Kärlich. Was haben Microsoft-Gründer Bill Gates und der Mülheim-Kärlicher Unternehmer Hans-Albert Zender gemeinsam? Beide starteten mit ihren Unternehmen in einer Garage. An die vor 50 Jahren erfolgte Gründung der Firmengruppe Zender, die zu einem der größten Hersteller für Kfz-Karosserie- und Tuningteile wurde, wurde beim siebten Oldtimer- und Youngtimertreffen des Automobil-Clubs Mülheim-Kärlich erinnert.

… Die 1960er-Jahre waren die Zeit, als Autobegeisterte ihr Fahrzeug durch Spoiler, Tieferlegen, breitere Reifen und Kotflügel sportlicher aussehen lassen wollten. Zender erkannte: „Da ist ein Bedarf. Man wollte sein Auto individualisieren.“ 1969 gründete er als 23-Jähriger in Bassenheim die Firma HAZ. Zunächst nebenberuflich stellte er in Handarbeit Autoschalensitze her. Die ersten Exemplare entstanden in Rübenach in der Garage im Haus seiner späteren Frau Christel, die vor drei Jahren verstorben ist. Sie wurde zu seiner großen Stütze. Zender sagt: „Als gelernte Verkäuferin war sie auch nicht vom Fach. Aber sie hat sich mit enormem Engagement ins Unternehmen eingebracht und maßgeblich zum Erfolg beigetragen.“

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Rhein Zeitung – 03.06.2019

1 KOMMENTAR

  1. Von Hans-Albert Zender bekam ich damals meine ersten Kotflügelverbreiterungen für einen BMW 1602, der auf „Turbo-Design“ getrimmt wurde. Das war noch hier in Rübenach in einem alten Backsteinhaus. Auf mehreren Stockwerken wurden die Verbreiterungen und die Schalensitze von Hand laminiert. Ich war damals knapp bei Kasse und konnte mir diese Verbreiterungen gar nicht leisten. Hans-Albert zeigte mir seine Erstlingswerke, die ein paar Blasen geworfen hatten mit den Worten: „Wenn du gut spachteln kannst, sind die hier genau richtig für dich“. Ich habe die dann für ganz kleines Geld bekommen, angebaut gespachtelt und lackiert. Ich war stolz wie Oskar und hatte mit diesen Verbreiterungen etwas ganz Besonderes und habe das fertige Auto damals auch Hans-Albert vorgeführt. Das Ergebnis gefiel ihm und wir haben an dem Tag noch lange über Rennsport und über seine großen Pläne philosophiert. Mir erschien das Alles damals ein wenig zu hoch. Aber er zog sein Ding durch, ging nach Lützel und fertigte mehr und mehr Sitze und Verbreiterungen. Es war die große Zeit der BMW 2002, Ford Escort und Capri. Wir alle hatten die großen Kotflügelverbreiterungen von Zender an unseren Autos.
    Wir waren damals eine eingeschworene Gemeinde von „ganz wichtigen“ Rennfahrern und solche, die es ganz sicher noch werden. (-_-) Ob in Lützel oder in der Filiale in der Clemenzstraße… wir waren dort fast zuhause.
    In Mülheim Kärlich war ich Jahre später auf einer Warteliste bei den Bestellungen für einen Design-Satz für den Golf 1. Ich war auf dieser Warteliste die Nummer 192. Ich hatte mit nahezu jedem im Verkauf ein gutes Verhältnis… aber an dieser Liste war nicht zu rütteln. Ich hatte Hans-Albert seit Jahren nicht mehr gesehen, plötzlich stand er im Verkaufsraum und erinnerte sich an mich. Wir gingen durch’s Lager und suchten Einzelstücke zusammen, die so nicht für den offiziellen Verkauf gedacht waren – und ich hatte meinen Satz. Eine Duplizität der Ereignisse, wieder genauso wie damals, bei unserem ersten Zusammentreffen.
    Sein Geschäft war inzwischen ein anderes geworden… er selbst hatte sich überhaupt nicht verändert, er war der Alte geblieben.
    Rudolf Kowalski

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