Chagallfenster in Rübenach

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Wer kennt sie nicht, die berühmten Chagall-Fenster der Stephanskirche in Mainz. Doch warum in die Ferne schweifen? In Zeiten knapper Kassen hat es in Rübenach zwar nicht für die Originale gereicht. Aber dennoch schmücken die Pfarrkirche St. Mauritius zumindest ebenso bedeutsame Fenster der Version Chagall 2.0. Und im Gegensatz zu den starren Bleiverglasungen in Mainz handelt es sich in Rübenach um wirklich lebendige Kunst, die sich allen Gegebenheiten anpasst.

Waren die Fenster jahrelang komplett mit Sperrholz vernagelt, so sorgten im Frühjahr diesen Jahres höhere Mächte dafür, dass die Rosette freigelegt wurde. Die Freude darüber war groß, denn dadurch entstand ein ganz neuer, offener und einladender Eindruck. Nur für den Innenraum der  Kirche hatte das sehr unschöne Folgen. Und schon wenige Wochen nach der Erkenntnis, dass man den Zustand so nicht belassen kann, wurden die größten Öffnungen mit Maschendraht verschlossen.

Nun haben wir August, Weihnachten steht quasi vor der Tür und somit auch die Christmette, für die der Kirchenraum sicher beheizt wird. In diesem Zusammenhang, vielleicht im Advent,  erfolgt dann wahrscheinlich die nächste Anpassung der Fenster. Um die Energiekosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, wird man die Fensteröffnungen möglicherweise mit einer stabilen Plastikfolie verkleben und damit wäre die Version Chagall 3.0 geboren. Am Rande sei noch erwähnt, dass die Fenster im Mai 2016 zerstört wurden!

Irmgard Israel – 18.08.2019

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