Dorflinde am alten Kirmesplatz wurde gefällt

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Anwohner und Mitbürger sind entsetzt.

Es war gegen 11:00 Uhr am heutigen Montag, als die Dorflinde (Spende von Dirk Goerzen 2015) auf dem alten Kirmesplatz, Lambertstraße Ecke Alte Straße, plötzlich und unerwartet gefällt wurde. Auf Nachfrage besorgter Bürger an den ausführenden Mitarbeiter, warum dies geschehen sei, wurde mitgeteilt, dass dies im Auftrag der Stadt Koblenz erfolgt weil der Baum geschädigt sei.

Auf Hinweis der Redaktion unser-ruebenach.de an die Vorsitzende des Fördervereins Rüwenacher Möck und Stadtratsmitglied Marion Lipinski-Naumann, wurde inzwischen bestätigt, dass die Linde aufgrund der langen Hitzeperiode von einem Pilz befallen sei und man sie dadurch nicht mehr retten konnte. Es sei aber bereits von Seiten der Stadt vorgesehen, im November! eine ähnliche aber resistentere Dorflinde als Ersatz zu pflanzen.

Einmal davon abgesehen, dass der Baum aus Krankheitsgründen entfernt werden musste, wäre es ein Minimum gewesen, zumindest den Spender oder auch die Ortsverwaltung Rübenach darüber in Kenntnis zu setzten. Diese Art des Umgangs ist jedoch in vielen Fällen typisch für das Handeln der Stadtverwaltung Koblenz und sorgt dadurch immer wieder für Verärgerung in der Bevölkerung.

Redaktion unser-ruebenach.de – 21.10.2019
Foto Herbert Hennes

3 KOMMENTARE

  1. Auf der Karthause wurde „Im Vogelschutzpark“ eine angeblich ebenfalls „geschädigte“170 Jahre alte Eiche gefällt – ohne Vorankündigung.

    Man mag mich für bescheuert halten, aber ich habe mir die Mühe gemacht und bin mit einem Funkmietwagen zu der Straße „Im Vogelschutzpark“ gefahren um mir den verbliebenen Rest der Eiche anzuschauen.

    FAZIT: Das, was noch als Rest verblieben ist, wies KEINE Schädigung in irgendeiner Form auf.

    Wer sich einigermaßen mit „Baum-Krankheiten“aus kennt, die einen Baum befallen können, weiß, dass es Möglichkeiten einer Rettung immer gibt ist vor allem der STAMM gesund (wie bei dieser Eiche).

    Das Umweltverhalten der STADT mit ihren eigenmächtigen Handlungen ließ schon immer zu wünschen übrig.

    Was die Stadt unter „Schädigung“ versteht und dass ein Baum „nicht mehr zu retten wäre“ erschließt sich mir nicht.
    Der wahre Grund ist, dass sich die Stadt erst gar nicht die Mühe eines Versuches zur Rettung eines Baumes machen will, was ja kostenintensiver wäre und sich der für sie einfachen Lösung einer Baumfällung bedient.

  2. Es ist nicht nur der Artikel der „RZ“ vom 21. 10. 2019 vom brachialen Ende einer alten Eiche auf der Karthause der uns aufregen sollte: Am vergangenen Montag hat die Stadtverwaltung auch in Rübenach ein „Kettensägenmassaker“ angerichtet.
    Hierzu sollte man wissen, dass der Baum durch einen ortsansässigen Geschätsmannes für die Neugestaltung des „Alten Kirmesplatzes“ gestiftet wurde. Ich hätte doch angenommen, dass man die bisherigen Aktivitäten der „Rüwenacher Möck e.V.“ soweit respektiert, dass man die Initiatoren und Macher des „Alten Kirmes-platzes“vorab von dem Krankeheitsbefund am Baum in Kenntnis setzt und den Verein oder die Ortsverwaltung von der anstehenden Maßnahme informiert . Oder bestand schon zum heutigen Zeitpunkt „Gefahr an Leib und Leben?“ Statt dessen tritt die Obrigkeit auf: Mit einem Überraschungscoup wird dem Bürger in Rübenach vor den Kopf gestoßen und es werden einfach Fakten geschaffen. Was treibt die Verwaltung nur dazu, immer wieder ins gleiche Fettnäpfchen zu treten?
    Die Montagsaktion hat einige aufgebrachte Mitbürger schon vor Ort wütend gemacht. Die deftigen Kommentare sind nicht wiedergabefähig.

    Erst einem nachhakenden Ratsmitglied aus dem Ort wurde lange nach der erfolgten Maßnahme die nötige Information hinsichtlich Krankheitsbefund und das „warum“ mitgeteilt und es wurde wohl zugesichert, dass im November ein Krankheit resistenter Baum gepflanzt werden soll. Ein Schelm, der schon jetzt böses denkt: November, wann 2019…2020… 2021…oder???
    In der ganzen Angelegenheit hat die Verwaltung der Stadt Koblenz kein bürgernahes Handeln und gute Manieren gezeigt. Der Bibelspruch „Neuer Wein in alten Schläuchen“ ist immer noch aktuell.

    Lassen wir uns doch mal (hoffentlich) positiv überraschen. Wir, die „Rüwenacher Möck e. V.“ bleiben am Ball.

  3. Vor 2 oder 3 Jahren hatte die Gemeinde Wolken ein Krankheitsbefall an der alten Eiche an der Eisernen Hand. In der Gemeinde wurde über Monate darüber gesprochen, was geschehen soll. Das ist gelebte Demokratie. Dies ist und war noch nie das Handeln der Stadtverwaltung. Daher meine Bitte an den Ortsbeirat von Rübenach. Mögen doch die neunen und jungen Mitglieder des Beirates sich zukünftig dies Handeln nicht gefallen lassen und ggf. damit in die Öffentlichkeit gehen. Dies würde auch das Ansehen des Beirates in ein gutes Licht rücken. Also wehrt Euch und lasst Euch nicht alles gefallen.

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