Achtsamkeit in der Rübenacher Gemarkung

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Ein Betrachtung von Felicitas Doff-Sotta-Bengel, Rübenach

Wie die Bürger in diesem Jahr anhand der Berichterstattung auf unser-ruebenach.de lesen konnten, haben sich auch einige negative Dinge in der Rübenacher Gemarkung ereignet. Es ist eigentlich nichts Neues, da über viele Jahre hinweg erschreckende kleine oder größere „Natur-Sünden“, von Menschen verursacht, geschehen … Man könnte sogar schon ein kleines Buch darüber schreiben (Ja, ich bin hier geboren!). Wunderlich ist aber, dass auch in diesem Jahr der Pandemie wir auch noch solches miterleben müssen. Es sind zahlenmäßig noch mehr Ereignisse als die, die hier bekannt werden, da der Geschädigte nicht immer die Zeit findet noch darüber zu berichten. Es muss doch jedem bewusst sein, dass wir ALLE im gleichen Boot sitzen und alle die gleiche Luft zum Atmen benötigen, unabhängig von viel Eigentum und Reichtümern!

Der Klimawandel ist mittlerweile schon seit Jahren bekannt, wird aber vielleicht jetzt noch dem Letzten so richtig bewusst. Das ist auch gut so, wenn diese Erkenntnis da ist! Wissenschaftliche Berichte zeigen, dass die Anzahl der heimischen Vögel erschreckend gesunken ist, Insekten waren in diesem Jahr sogar eine Rarität, lange ist es her eine Schnecke mit einem Schneckenhaus auf der Hand gehalten zu haben, ja, einen Schmetterling zu sehen war schon fast festlich! Die Tiere und Pflanzen hatten im dritten (!) Jahr nach Gang viel zu wenig Wasser, zumindest hier in unserer Region. Es mussten nicht nur Wildtiere, aber auch Insekten mit Wassernäpfen im Garten versorgt werden, alte Bäume versuchte man mit dem letzten Wasser aus dem Regenbehälter zu gießen, um sie am Leben zu halten!

Jetzt ist noch eine Pandemie vorhanden, die ganz klar auch mit dem Klimawandel zusammenhängt. Uns werden totale Grenzen setzt. Dennoch war es bei unseren „Lockdowns“ in Deutschland so, dass während der Schließung von städtischen Pforten, noch die Pforten der Natur geöffnet waren. Ohne Angabe von Kilometern durften wir uns draußen in der Natur bewegen, egal ob als Spaziergänger mit Kindern, Hundeausführer, Jogger, Inliner, Fahrrad-Fahrer usw. Es waren keine Limits gesetzt. Und es ist jetzt beim zweiten „Lockdown“ noch immer so.

Spätestens im Hier und Jetzt kann es nicht sein, dass Blühstreifen/Biodiversitätsflächen einfach illegal weggemulcht werden, frisch gesetzte Bäume zerstört oder herausgerissen werden, gesunde Bäume an Wegesrändern oder auf Privateigentum einfach mal weggefällt werden.

Schade, dass es nicht mehr die „Flurwächter“ aus den Kriegsjahren gibt. Dieser wurde damals eingesetzt um Obstdiebstahl auf Feldern zu verhindern. In den Zeiten der Hungersnot konnte man noch nachvollziehen, dass jemand aus „Not“ sich das Obst vom Baum pflückte um satt zu werden. Den heutigen Flurwächter müsste man sehr vielseitig einsetzen, aber vor allem um die Natur zu schützen und mal wieder für Ordnung zu sorgen. Schließlich gibt es ja (leider) keine Feld-Polizei!

Die Natur zu erhalten liegt in unserer Hand, in der Hand des Menschen. Die Natur benötigte nie den Menschen zum Überleben, umgekehrt aber benötigt der Mensch sie um das Leben zu meistern UND vor allem, dass WIR noch etwas für die nächsten Generationen übrig lassen! Meine herzliche Bitte an alle, die sich gerne in unserer Rübenacher Gemarkung (oder natürlich auch anderswo) bewegen: Haltet immer die Augen geöffnet, sodass erst keine Natur-Sünden durch Menschen-Hand entstehen.

Auf ein friedliches Natur-Jahr 2021 in der Rübenacher Gemarkung!

Der Winterwald

Die Tage draußen sind recht trüb und düster,
es beginnt jedoch das jährliche Weihnachtsgeflüster.
Kaum Licht und Sonne ist zu sehen,
Regen und Wind um unsere Nase wehen.

Dauerhaft wirkt der Regen und Wind so kalt,
kommt denn der Winterschnee wirklich bald?
Viel Gerenne, große Hektik, Gedanken verstreut überall,
einfach mal entfernt sein vom städtischen Schall.

So treibt es mich raus in die Natur,
dort wo Stille und Ruhe beherrschen den Thron, nämlich in der Flur.
Meine Atmung sagt mir: Frisch und schön kann es sein, die Winterluft
mit einem so reinen Moos- und Waldduft.

Schneeflocken … es wäre schön, wenn sie jetzt um mich herumschweben,
um mal wieder mit einem weißen Winter so richtig aufzuleben.
Fast seltsam ruhig scheint es doch zwischen den Bäumen,
ist es deswegen, dass wir verlieren den Bezug dorthin, die Angst etwas Anderes „Großartiges“ zu versäumen?

Wieder heult der eiskalte Wind mir um die Ohren,
aber ich bleibe auf dem schmalen Weg und bin nicht verloren.
Es macht mir nichts aus, so warm eingepackt,
denn das Gefühl ist wunderbar, im Walde zu sein, einfach mal dort versackt.

Auch im Winter wirkt märchenhaft die Vielzahl der Bäume,
ich blinzele nach oben zu den Wipfeln und träume.
Ich gehe weiter den Weg und ins Dichte noch tiefer,
zu sehen majestätisch: Tanne, Lärche, Birke, Ahorn und Kiefer.

Ein Baum besitzt eine unendliche Freundlichkeit.
Je dicker der Baumstamm, desto mehr Herrlichkeit!
Durch die Stille scheint es auf einmal zu wispern,
wer ist es…? Ach ja, auch die Bäume können sich zuflüstern.

Meine Gedanken werden wieder ganz klar,
liegt doch die Lösung vieler Dinge da draußen immer so nah.
Den Bezug zur Natur nie zu verlieren,
denn auch wir können dort lernen, auftanken und mit ihr kommunizieren.

Ein hartes Jahr 2020 ist rum, es ist zu Ende schon bald.
Wir wissen noch nicht was kommt, aber: Überlege …
Wann warst DU das letzte Mal im traumhaften Wald?

Felicitas Doff-Sotta-Bengel Rübenach – 28.12.2020

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