Rübenacher CDU kritisiert Taktung der Koveb Linie 14

4
1162

Fraktion im Ortsbeirates fordert zusätzliche Busverbindungen ins Verwaltungszentrum, zur Universität und in die Innenstadt

Seit dem 13.12.2020 gilt auch in Rübenach ein neuer ÖPNV-Plan. Es ist erfreulich, dass es eine neue Linie 27 gibt, die Bubenheim, den Gewerbepark Nord und Kesselheim andient. Zudem wird der Industriepark A61 über die neue Linie 14 erschlossen. Leider ist aber die Taktung der neuen Linie 14 gegenüber der alten Linie 20 von einem Halbstundentakt auf einen Stundentakt reduziert worden.

Das sorgt für Unmut und Unverständnis bei Pendlern, Studenten und anderen Personen, die mit dem Bus in die Stadt fahren möchten oder müssen. Auch wenn der Landkreis die durch Rübenach fahrenden Linien zum Fahrplanwechsel am 12.12.2021 ausweiten wird, ist die Anbindung zur Uni Koblenz, dem Verwaltungszentrum und den Krankenhäusern schlechter geworden. So wird die Uni Koblenz aus Rübenach dauerhaft nur noch im Stundentakt der Linie 14 direkt angefahren. Alle übrigen Fahrten bedingen einen Umstieg in die Linie 4 an der Haltestelle „Gewerbepark Metternich“ mit dem entsprechenden Zeitverlust.

Derzeit ist es jedoch Fakt, dass die koveb aufgrund der Ausweitung der Fahrten des Landkreises ihren Plan für Rübenach jetzt schon deutlich reduziert hat. Jedoch beginnt die höhere Frequentierung der Busfahrten durch den Landkreis erst in einem Jahr! Hier gibt es deutliche Kritik von Seiten der Bürgerinnen und Bürger.

„Es kann nicht sein, dass Rübenacher Berufspendler und Studenten nun dauerhaft nur stark eingeschränkt das Verwaltungszentrum und die Universität erreichen können. Außerdem wird Rübenach zur Zeit mehr von der Innenstadt abgekoppelt.  So ist die Innenstadt über die Linie 14 schlechter zu erreichen als zuvor mit der Linie 20. Momentan scheint dies aufgrund der Coronalage noch verkraftbar, aber wir hoffen alle, dass die Zahlen der ÖPNV-Nutzung wieder steigen können und dann haben wir ein großes Problem und Unmut, obwohl der neue Fahrplan ja eigentlich das Gegenteil bewirken soll“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rübenacher Ortsbeirat, Martin Monjour.

„Wir haben daher die Stadtverwaltung sowie die koveb mit der Bitte angeschrieben, für das Jahr 2021 die alte halbstündige Direktanbindung über die Linie 14 herzustellen“, erläutert Stefan Israel, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Ziel ist es, die Übergangszeit bis zum nächsten Fahrplanwechsel zu überbrücken, der Rübenach dann eine bessere Anbindung als zuvor bringt.

Martin Monjour CDU Fraktion Ortsbeirat Rübenach – 26.01.2021

 

Vorheriger ArtikelWas machen die Ninja und Samurai während des Lockdowns?
Nächster ArtikelWinterimpressionen …

4 KOMMENTARE

  1. Von Rübenach zu den Krankenhäusern und zurück.
    Dass sich nun auch der Rübenacher Ortsbeirat, resp. die Rübenacher CDU Fraktion dieses Problems angenommen hat und es auch geradezu adaptiert, ist sehr lobenswert. Wieder einmal wurde zuerst die „Wasserleitung gekappt, bevor ein Brunnen gebohrt wurde“. Weil ja in einem Jahr eine Anbindung mit den Fahrten des Landkreises zu rechnen ist oder sein könnte, hat man von Seiten der Verwaltung schon mal vorsorglich die innerstädtische Verbindung durch die Koveb einfach mal halbiert – zumindest in Rübenach. Neben der Uni werden von Rübenach aus auch drei Krankenhäuser angefahren. Aktuell nur noch stündlich, aber schon in einem Jahr… ach, lassen wir das.
    Auf Nachfrage wurde mit erklärt, dass die Umsetzung und die Koordination der neuen inner- und außerstädtischen Fahrpläne leider nicht immer gleichzeitig erfolgen. Ok… und weiter?
    Tja… weiter leider nichts, durch Corona habe man ohnehin schon genügend Sonderregelungen zu bewältigen. Also, nur damit ich das richtig verstehe: Die Corona bedingte Reduktion der Fahrpläne nimmt die Verantwortlichen dermaßen in Anspruch, dass man in Voraussicht auf die höhere Frequentierung der Busfahrten durch den Landkreis, die aber erst nach einem Jahr kommt, von Seiten der Koveb schon mal weitere Reduktionen durchführt, ungeachtet der damit verbundenen Folgen? Rübenach gehört nicht zum Landkreis, sondern zu Stadt Koblenz – offiziell zumindest. Möchte man uns hier für ein Jahr hängen lassen, oder womöglich ganz abhängen?
    Rudolf Kowalski Koblenz

  2. Wie kann es sein, dass die Rübenacher CDU überrascht ist? Wer hat und in welchem Gremium wird das beschlossen?

    Bringen wir uns in Erinnerung: Die offizielle Erklärung für die Übernahme der Koveb von EVM Verkehr sollte Absprachefehler und Fehlplanungen vermeiden. Alles in einer Hand und alles wird besser. Ok, das ist gemein. Der Grund ist auch hier wahrscheinlich ein EU-Verordnung und Urteil, man konnte es in FAZ nachlesen. Die Quersubventionierung von Verkehr und Energieübertragung bei Kommunen ist nicht zulässig, ÖPNV muss europäisch ausgeschrieben werden und das gibt oft Probleme. Alles hängt und fällt mit der Finanzierung. Kann man das nicht einfach ehrlich schreiben, wir Bürger sind nicht dumm, wir verstehen das.

    Durch Corona gibt es weniger Fahrgäste. Die großen Busse sind ein großer finanzieller Aufwand. Sorry, wir haben einen Bus eingespart.

    Was macht das Gutachten zur Nutzung der Bahnstrecke Koblenz-Bassenheim? Es geht um mehr als dieses aktuelle Qualitätsproblem. Es geht um ein Verkehrskonzept für unsere Region für das nördliche Rheinland-Pfalz. Es geht um eine Brückenentlastung. Einem Masterplan Grenzwerte zukünftig einzuhalten, Anlieger der Durchgangsstraßen zu entlasten und Arbeitnehmern und Schülern entlang der Strecke eine Alternative zum MIV zu geben.

    Wir haben eine soziale, ökologische und wirtschaftliche Verantwortung.

  3. Die Linie 14 führt vom Hbf über Rübenach zur Endhaltestelle Amazon (und zurück). Dabei fährt je 1 Bus pro Stunde bis Grabenstr. und 1 Bus pro Stunde bis Amazon. Damit ergibt sich zwischen Rübenach und Hbf ein Halbstundentakt (wie bisher bei der Linie 20).
    Dumm ist nur im Jahr 2021: Wir haben bis Dezember 2021 eine Baustelle in der Lambertstr. und deshalb fährt der „Amazon“ – Bus in dieser Zeit an Rübenach vorbei. (s.a. https://www.koveb.de/fahrplaene/db-koveb-2021/4.pdf?cid=1sg5)

  4. Und wegen dieser Baustelle wird gar nicht erst versucht, Rübenach anzudienen. Dass man einen Bus auch wenden kann, oder ggfls. eine Alternative in/durch Rübenach sucht, wird einfach mal ausgeschlossen und Rübenach einfach nicht mehr angefahren. Nochmal: Durch die 50%ige Reduktion kommt das für 2021 einer Verdopplung des Fahrpreises gleich – mal abgesehen von den damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Nicht Wenige fahren, nicht nur wegen Corona, einfach wieder mit dem privaten PKW. Umweltschutz, ÖPNV usw. klappt halt einfach nicht in Koblenz – nicht wirklich.
    Zusatz: Die Linie 20 schaffte das im September, Oktober, November und Dezember auch – die Linie 14 nicht, trotz der gleichen Baustelle. Wie konnte dies nur geschehen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here