Unser Rübenach, Donnerstag, 19. Juli 2018

Wird Ulrike Mohrs die neue Bürgermeisterin?

0

Stadtspitze: Nachfolge von Marie-Theres Hammes-Rosenstein muss geklärt werden

Von Peter Burger und Doris Schneider

Koblenz. Großes Bedauern herrscht bei Vertretern aller Parteien darüber, dass Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt niederlegt. Denn von allen wird sie wegen ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer herzlichen und zupackenden Art überaus geschätzt. Aber der Blick muss auch nach vorn gehen: Wer kann ihre Funktion übernehmen?

Nur einen Tag nachdem die 63-Jährige ihren Verzicht auf das Amt der Bürgermeisterin erklärt hat, präsentiert der neue CDU-Kreisvorsitzende Mark Scherhag eine potenzielle Nachfolgerin: Ulrike Mohrs (53), seit sechs Jahren Leiterin der Koblenzer Agentur für Arbeit. „Wir bedauern außerordentlich, dass wir über eine Nachfolge von Marie-Theres Hammes-Rosenstein überhaupt sprechen müssen, wir hätten ihr noch gern die restlichen Jahre ihrer exzellenten Amtszeit gegönnt. Ihre Entscheidung verstehen und respektieren wir selbstverständlich“, so Scherhag im RZ-Gespräch. „Jetzt werden zunächst die Gremien bei uns wie in den anderen Parteien diskutieren, und letztlich entscheidet der Rat, aber mit Ulrike Mohrs glaube ich einen Personalvorschlag unterbreiten zu können, den alle oder zumindest viele mittragen können.“ Die Rübenacherin sei in ihrer heutigen Position bei der Arbeitsagentur hochgeschätzt, habe tiefe Einblicke in die Berufswelt und die Sorgen der Menschen in der Region, ist Scherhag überzeugt. „Dazu kommen Verwaltungs-Know-how und Führungserfahrung bei einem großen öffentlichen Dienstleister, zugleich aber ein unverstellter Blick auf die Stadtverwaltung Koblenz. Das alles – gepaart mit einem guten Schuss Liebe zu unserer Heimatstadt – optimale Voraussetzungen für ein solch herausragendes Amt!“

Der Kreisvorstand der CDU wird sich am Wochenende mit der Personalie beschäftigen, außerdem die CDU-Ratsfraktion. „Wenn auch andere Parteien den Vorschlag positiv aufnähmen, könnten wir auf eine Ausschreibung verzichten“, schlägt Scherhag vor, der an geltende Vereinbarungen mit der SPD zum Vorschlagsrecht bei der Besetzung des Stadtvorstands erinnert sowie an die Maßgabe, dass ein Kandidat nicht aus den Reihen der Fraktionen kommen dürfe.

Das findet auch die SPD wichtig, sagt Detlev Pilger, Vorsitzender der Koblenzer SPD, im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. Vom Vorschlag der CDU zeigt er sich überrascht – und wirklich erfreut. „Ein guter Coup“, sagt er. „Aus langjähriger Zusammenarbeit schätze ich das Engagement und die Klarheit von Frau Mohrs sehr.“ Ulrike Mohrs, langjähriges CDU-Mitglied, begann nach dem Abitur ihre Karriere mit der Ausbildung und einem dualen Studium beim damaligen Arbeitsamt Koblenz. Nach Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (1988) arbeitete sie als Fach- und Führungskraft in den Arbeitsagenturen Koblenz, Mainz und Neuwied, 2005 wechselte sie in Führungspositionen der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland. 2007 rückte sie in die Geschäftsführung der Mainzer Agentur auf, zwei Jahre später wurde sie vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung in Neuwied. Zum 1. März 2012 erfolgte der Wechsel an die Spitze der Koblenzer Agentur.

Rhein Zeitung – 21.06.2018

Teilen:

Hinterlasse einen Kommentar