Markus Müller – Ein Rübenacher rudert sich zur Langstrecken Spitzenklasse

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Erst mit 26 Jahre den Sport entdeckt hat Markus Müller inzwischen alle wichtigen Ruderregatten in Europa gewonnen und wird in Sachen Marathonrudern heute bereits als Aushängeschild und Marathonlegende bezeichnet.

Stellt der Äquatorpreis mit 40.077 km eigentlich die Prämierung einer Lebensruderleistung dar, kommt es in seltenen Fällen vor, dass dieser bereits vor dem ruderischen Rentenalter erreicht wird. So war es auch bei dem Rübenacher Markus Müller. Erst 2008 im Alter von 26 Jahren von einem Arbeitskollegen zum Ruderschnupperkurs eingeladen, begann er zunächst von Krankheit eingebremst mit zaghaften ruderähnlichen Bewegungen. Mit etwas über 600 km am Jahresende war zwar schon eine Begeisterung für den Sport zu vermuten, aber ein Fahrtenabzeichen konnte noch nicht erreicht werden.

Die unter Ruderern legendäre heilende Wirkung des Ruderns erfasste im Folgejahr dann auch Markus Müller. Dem Spaß am Rudern konnte so freien Lauf gelassen werden. Mit direktem Anschluss an die Rennruderjugend des Gymnasial-Ruder-Turn Verein Neuwied 1882 e. V. kam auch die Komponente „guter Ruderstil“ nicht zu kurz, während das Stehvermögen bei langen Wanderfahrten insbesondere aus dem Hause Bettina und Martin Grzembke des GTRVN sowie bei einer ersten EUREGA-Teilnahme trainiert werden konnte. Schnell wurde die jährliche Ruderleistung auf diese Weise vierstellig und kam zum Jahresende erschreckend nah an die bis dahin immer wieder mit Jahresbestleistungen überzeugende (Vereinskollegin?) Renate Magraff heran.

Nur zu passend, dass Markus Müller mit Partner Michael Ehrle – einem seit inzwischen neun Jahren bestehendes Ruderduo, das zusammen mit wechselnden Bootsbesetzungen jede Menge Streckenrekorde und inzwischen zahllose Regattasiege errungen hat – auch zu zweit ihren jeweiligen Äquatorpreis entgegennehmen konnten. Mehr als 40.000 km in rund 10 Jahren, eine außergewöhnliche Hausnummer für die beiden Vollzeitberufstätigen.

KCFW-Marathon 2019 von Lahnstein nach Köln v.l.n.r.: Dr. Thorsten Jonischkeit, Markus Müller, Stefan Verhoeven, Barbarella Jonischkeit und Michael Ehrle

„Herrlich, einen solchen Preis beim Brandenburger Wanderrudertreffen unter den Augen diverser nur dazu angereister Marathonveteranen und Ruderfreunden entgegennehmen zu dürfen,“ kommentierte Markus Müller.

Im (Ultra-)Marathon- bzw. Langstreckenbereich der Ruderer befinden sich üblicherweise ehemalige und eher selten noch aktive Ruderer des Deutschen Ruderverbands e. V. – auch Weltmeister sowie Olympiasieger – und Weltmeister sowie Weltrekordhalter im – bis zu 24 Stunden – Ergometerrudern im Einsatz. Nach dem Markus Müller mit Michael Ehrle und wechselnden weiteren Rudermitgliedern bei den wichtigen Regatten in Europa bereits in den letzten Jahren zumeist Gesamtsiege errungen hatte, wurde diese Erfolgsbilanz bei den internationalen Regatten in 2019 geprägt durch den Gewinn des – inoffiziellen bzw. heimlichen – Weltmeistertitels nahtlos ausgebaut.

Neuwieder Ruder-Gesellschaft 1883 e. V. – 19.04.2020

 

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