Klimawandel in  Rübenach

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Es hat in den letzten Tagen ja tatsächlich mehrmals geregnet und man möchte glauben das sich die Natur erholt. Realität ist aber, dass der Anderbach, der unterhalb der Firma Canyon im sogenannten Güterverkehszentrum  (GVZ) Rübenach entspringt, noch immer trocken ist. Das nebenstehende Foto wurde am 19. Juni an der Stelle aufgenommen, an der der Bach die Keltenstraße unterquert und wie man sieht:  Da ist kein Tropfen mehr.

Nun muss man wissen, dass dieser Bach über Jahrhunderte eine der ehemals acht Mühlen in Rübenach betrieben hat. Diese wurde ca. 1631 von Philipp-Lothar zu Eltz erbaut und von wechselnden Besitzern bis etwa 1933 betrieben. Seit 1890 trug sie den Namen Moskopp – Mühle. Das Fachwerkgebäude, welches im Jahre 1720 restauriert wurde, ist durch die Leistung der Familie Moskopp in historischer Form erhalten geblieben, obwohl es, wie die anderen Mühlen im Jahre 1933 von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht wurde.

Durch das Anwesen führte seiner Zeit ein befestigter Feldweg in Richtung Güls. Heute verläuft die Mühlenstraße, die ihren Namen nach dieser Mühle hat, knapp westlich an dem Mühlengebäude vorbei. Was seit fast 400 Jahren funktioniert hat ist nun wegen der Versiegelung des Bodens im GVZ und im Gewerbegebiet an der A 61 vorbei. Wenn das Wasser am Hang nicht versickern kann, kann es im Tal auch nicht als Bach zu Tage treten.

Man mag diese Entwicklung gut finden oder nicht, aber man sollte sich Rechenschaft ablegen über das was gerade geschieht. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ e.V. möchte dazu mit dieser Veröffentlichung beitragen.

Rüdiger Neitzel BI „Lebenswertes Rübenach“ – 22.06.2020
Foto BI „Lebenswertes Rübenach“

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