Keine Lärmreduzierung in der Aachener Straße in Rübenach

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Gericht weist Klage eines Anwohners nach jahrelangem Rechtsstreit ab

Rübenach. In der Aachener Straße in Rübenach muss die Stadt keine Maßnahmen zur Lärmreduzierung ergreifen. Das Verwaltungsgericht hat die Klage eines Anwohners der Straße gegen die Stadt abgelehnt. Laut Gericht hat die Stadt zu Recht von den Maßnahmen abgesehen, da diese „bestenfalls zu einer minimal spürbaren Lärmminderung führen würden“. Die Verkehrsbelastung der Aachener Straße mit laut Gericht 10 000 Fahrzeugen pro Werktag wird schon lange intensiv diskutiert. Nachdem ein Antrag des Anwohners bei der Stadt auf verkehrsbehördliches Einschreiten erfolglos war, erhob er 2014 erstmals Klage am Verwaltungsgericht.

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Rhein Zeitung – 18.07.2020

1 KOMMENTAR

  1. Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt.
    Gustav Heinemann

    Anwohner an unseren starkbefahrenen Hauptstraßen, oder in Einflugschneisen haben den Schutz der Gesellschaft verdient. Lärm stört, macht krank und anders als bei Licht, hat der Körper keine Schutzfunktion die Ohren zu verschließen. Der ganze Körper „hört“ mit. Schwingungen, Vibrationen übertragen sich von der Straße ins Haus – das ist bekannt. Keine der stark befahrenen Straßen sind jemals mit der Belastung genehmigt worden.

    Der Gutachter stellt fest, dass „bestenfalls zu einer minimal spürbaren Lärmminderung führen würden“. Woher will er das wissen. Er geht scheinbar davon aus, bei einer errechneten Druchschnittgeschwindigkeit von ca. 36 km/h bringt eine max. Geschwindigkeit von 30 km/h keine Verbesserung. Herr Neitzel möchte aber einen gleichmäßigen Verkehrsfluss durch Parkverbote und bei einer max. Geschwindigkeit von 30 km/h erreichen.
    Nicht Durchschnitt sondern gleichmäßige Geschwindigkeit. Das bedeutet keine Beschleunigungen oder Bremsvorgänge. So einfach könnte es sein.

    Es gibt dann noch einen Nebeneffekt! Langweilige 30 km/h über eine Strecke von 2 km mit der Gefahr einem Bußgeld bei Geschwindigkeitsüberschreitung und der Druchgangsverkehr wählt abgeschreckt eine andere Strecke.

    Hätte, wäre, könnte… Hätte man das mal unverbindlich ausprobiert, wäre man möglicherweise zur Erkenntnis gekommen, das könnte alle Probleme lösen. Weniger Lärm, weniger Feinstaub und NOX und höhere Sicherheit auf dem Schulweg und an den Geschäften.

    Umgehung! Natürlich gibt es auch eine alternativen Streckenführung durch das Industriegebiet GVZ und A61. Eine abknickende Vorfahrt am Bassenheimer Bahnhof und am BwzK und man hat die Präferenz verändert. Mayen über das GVZ ausschildern wird den Ortsfremden umlenken.

    „Die Wahrheit liegt auf dem Platz.“ so sagt man beim Fußball. Hier hätte man viel Geld für das Gutachten gespart und hätte ein sichtbares und messbares Ergebnis.

    Gibte es weitere Alternativen: Verkehrswende! Es gitbt die Bahntrasse Koblenz-Bassenheim. Genutzt als Stadtbahn mit einem P+R-Parkplatz in Bassenheim, ein Bahnhaltepunkt im Verwaltungszentrum und viele würden umsteigen. Bestimmt. Man hat Vergleichswerte von vergleichbaren Strecken und Nutzungsprofil. Dort hat man hat einen ÖPNV-Anteil von 40% erreicht. Von prognostizierten 2.000 Nutzern hat man 12.000 Nutzer erreicht. Auch dort war der Bus schon lange erfunden aber mit dem Erfolg hatte man nicht gerechnet.

    Das ist Fachleuten und Hobby-Verkehrsexperten alles bekannt. Von den genannten Möglichkeiten und möglichen Alternativen kann man im Gutachten nichts lesen. Warum? Hat man nur „genehme“ Möglichkeiten zur Überprüfung dem Gutachter genannt? Ist der Vorschlag von Herrn Neitzel es nicht Wert mal unverbindlich auszuprobieren? Durfte der Gutachter eigene Vorschläge unterbreiten? Da sollten die Ortspolitiker mal nachhaken. Das kann man so nicht stehen lassen.

    Ein städtischer Mitarbeiter im Bauamt hat mir mal gesagt: „Jeder wohnt da was er verdient“. Der Brief an Familie Neitzel von Herrn Flöck und die Untätigkeit, der Unwille der Stadtverwaltung das Problem zu lösen, läßt genau diese Arroganz erkennen.

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