Anonyme und widerrechtliche Mulchaktion

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Landwirtschaftliche Biofläche wurde zerstört

Vernichtete Biofläche

In den Tagen um Allerheiligen hat eine Person mit Traktor und Mulchgerät in der Rübenacher Gemarkung Distrikt „Auf der Höll“ (nahe Parkplatz an der A 48 „Erdkaul“) die Anpflanzungen von Topinambur und Kardenwurzeln, sowie sämtliche Blühstreifen um diese Anpflanzungen herum, widerrechtlich gemulcht. Mit dieser illegalen Mulchaktion wurden nicht nur im Winter zur Ernte anstehende Pflanzen vernichtet, sondern auch die im Sinne des Naturschutzes als Biodiversitätsfläche eingerichteten Blühstreifen. Diese Blühstreifen wurden bewusst und planvoll als Winterquartier und Winterfutter für heimische Vögel und Insekten angelegt.

In Zeiten, in denen Umwelt- und Naturschutz, der Erhalt und die Förderung der Vielfalt anstelle nackter Monokulturen, die Schaffung von Lebensräumen für heimische Vögel sowie für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten eine zunehmend große Rolle spielen, erscheint ein solches Vorgehen fast schon irre. Die Beweggründe für diese kriminelle Mulchaktion sind für uns nicht fassbar.

Blühender Garten vor dem Mulchen

Und so standen wir am 2. November fassungslos vor unserem dem Erdboden gleichgemachten Acker, auf dem eine Woche zuvor noch eine bunte Vielfalt an Pflanzen wuchs. Wir hegen immer noch die kleine Hoffnung, dass sich der illegale Mulcher bei uns meldet, sich entschuldigt und uns erzählt, dass vielleicht schlichtweg ein Irrtum zum Mulchen des falschen Feldes führte. Denn wir können uns nicht vorstellen, wie eine solche Aktion in vollem Bewusstsein und absichtlich passieren kann. Hier wurde nicht nur einfach das Eigentum eines anderen vernichtet, sondern vielmehr auch eine wunderschöne, im Jahresverlauf abwechslungsreich blühende Anlage – eine Augenweide auch für uns Menschen. Oder wollte jemand einfach nur kaputt machen, was ihm oder ihr dort zu bunt wuchs und blühte? Sollte die Ignoranz in Fragen des Naturschutzes doch zum Teil noch so groß sein?

Liebe Leserin und lieber Leser, sollten Sie Hinweise dazu haben, wer bei dieser Aktion am Steuer des Traktors saß, bitten wir darum, mit uns unter: Reinhard34@t-online.de Kontakt aufzunehmen. Vielen herzlichen Dank!

Biohof Alsbach Rübenach – 23.11.2020
Fotos Reinhard Alsbach

 

1 KOMMENTAR

  1. „Es kann kein Mensch in Frieden leben, wenn der liebe Nachbar es nicht will.“ Sollte es sich um ein Mißverständnis handeln, wird man womöglich eine Lösung finden, diesen Fehler zu revidieren und wieder gut zu machen. Falls nicht, muß man Mutwilligkeit unterstellen und sollte Strafanzeige stellen.

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