Einmündung Mauritiusstraße in Aachener Straße problematisch

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Spiegel könnte für bessere Einsicht sorgen

Die Einmündung der Mauritiusstraße in die Aachener Straße wird immer unübersichtlicher und gefährlicher. Früher gab es dort einen sogenannten Verkehrsspiegel, in dem man erkennen konnte, ob eine Einfahrt in die Aachener Straße gefahrlos vollzogen werden kann oder nicht.

Natürlich verzerrt ein solcher Spiegel etwas die Entfernung. Jahrzehnte lang war das auch völlig in Ordnung. Plötzlich wurde dieser Sicherheitsspiegel ersatzlos abgebaut. Die Begründung lautete, dass einige wenige Autofahrer*innen sich aufgrund der Entfernungsverzerrung gefährdet sähen. Ergebnis: Man sieht nun noch weniger.

Ein Antrag über unseren Ortsvorsteher, Herrn Roos, diesen Spiegel wieder anzubringen, wurde 2019 von der Behörde verneint, mit der Begründung, man sei vor Ort gewesen und habe keine Beeinträchtigung feststellen können. Anstatt mit einem Auto diese Stelle zu bewerten, fand eine sogenannte Begehung statt. Man ging also zu Fuß bis zur Haltelinie und hatte freien Blick in die Aachener Straße in Richtung Koblenz, logisch.

Man hatte allem Anschein nach aber versäumt, die normale Länge eines Autos vor dem Fahrersitz mit zu berechnen und lehnte den Antrag ab. Auch ein Zweiter Antrag wurde abgelehnt und auf die Errichtung einer kommenden Bedarfs-Ampelanlage verwiesen. Es wurde allerdings nicht erwähnt, dass es sich beim Bedarfsfall lediglich um Fußgänger handeln sollte. Ein Bedarf für Autofahrer wurde weder ein- noch ausgeschlossen.

Während des Anlagenbaus hatte man den Eindruck, eine Kontaktschleife in der Fahrbahndecke könnte das Problem im Bedarfsfall lösen. Leider wurde ein Bedarfsfall für Autofahrer*innen ausgeschlossen und nichts dergleichen wurde installiert. Stattdessen wurde neben der Ampelanlage ein recht großer Schaltkasten angebracht, der es jetzt vollends unmöglich macht, Einblick in die Aachener Straße in Richtung Koblenz-Innenstadt zu erhalten.

Wohlgemerkt, im PKW sitzend, mit 1,5 bis 2m Auto vorneweg. Je nach Autotyp schiebt man nun diese 1,5 bis 2 Meter (Abstand Stoßfänger bis zum Fahrer) vor sich her in den Kreuzungsbereich hinein, bevor man in der Aachener Straße einen halbwegs sicheren Einblick erhält. Dies ist in höchstem Maße verkehrsgefährdend und sicher alles Andere als zielführend.

Anstatt nun die Mauritiusstraße erneut aufzureissen, um die Ampelanlage zu erweitern, eine Kontaktschleife einzubringen und/oder diesen Schaltkasten aus dem Sichtbereich zu entfernen, sollte die erneute Anbringung eines Verkehrsspiegels wohl die schnellste und preiswerteste Lösung zur Behebung des Problems sein.

Rudolf Kowalski Rübenach – 24.05.2022

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2 Kommentare
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C. Bresser
1 Monat zuvor

Als Anwohnerin der Mauritiusstraße kann ich nur zustimmen.
Wenn man von der Mauritiusstraße links in die Aachenerstraße abbiegen möchte, hat man nach dem Bau der Ampelanlage eine sehr eingeschränkte Sicht, da die Ampelanlage Pfosten und der Stromkasten sehr weit in den Bürgersteig hineinreichen.

Rüdiger Neitzel
1 Monat zuvor

Ich teile diese Lagebeurteilung.
Das Einbiegen in die Aachener Straße ist nachweislich schwieriger geworden.
Da muss unbedingt nachgebessert werden!