Geräuschkulisse der A 48

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Lärmschutz in Rübenach für 13 Millionen Euro? – Fast alle Rübenacher sind vom Lärm betroffen

Ende der 1960er-Jahre wurde die A 48 fertiggestellt. Seitdem ist der Verkehr auf der von Koblenz nach Trier führenden Autobahn ständig gewachsen. Mittlerweile fahren rund 54.000 Fahrzeuge täglich über die A 48. Und dies sehr zum Leidwesen der Rübenacher, die den Verkehrslärm der Blechlawine täglich hören.

In jüngster Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Stadtentwicklung präsentierte Tobias Klein, Geschäftsführer des Ingenieurbüro Konzepte db plus aus St. Wendel ein schalltechnisches Gutachten zum Verkehrslärm durch  die A48. Ein Aspekt der Studie: Würde man die A48 heute neu bauen, dann müssten Lärmschutzmaßnahmen installiert werde.

… Dieser Meinung ist die Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ bereits seit Jahrzehnten. Seit einer gefühlt ewig langen Zeit setzen sich deren Mitglieder an den verschiedensten Stellen dafür ein, dass Lärmschutzmaßnahmen an der A 48 verwirklicht werden.

Hinweis! Aus urheberrechtlichen Gründen ist die Veröffentlichung dieses Berichts eingeschränkt. Der komplette Text ist aus der Print- oder Onlineausgabe zu entnehmen. Wir bitten um Verständnis.

Rhein Zeitung – 17.11.2022
Foto BI „Lebenswertes Rübenach“

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Johannes Fuck
17 Tage zuvor

Gutachter bestätigt die hohe Lärmbelastung an der A48 in Rübenach

Fazit und Ausblick: „die Auslösewerte für die Lärmsanierung“ mit einer Kostenübernahme durch den Bund sind erfüllt und das Gefühl der Bürger einer starken Lärmbelastung wird messtechnisch durch den Gutachter bestätigt. Damit das Gutachten nicht in einer Schublade verschwindet, ist die Politik gefordert. Lärm macht krank.

Was hat Herr Peter Karges davon in der Überschrift mit 13 Mio Euro eine Lärmschutzwand in Frage zu stellen? Nichts. Es geht doch um die Lärmbelastung und um eine berechtigte Forderung nach einer Lärmreduktion.

Warum schreibt er von A48-Geräuschen und nicht von A48-Verkehrslärm?

Warum das schöne Panoramabild von Rübenach? (Beitragsbild in der RZ) Lärm kann man nicht sehen. Das Bild ergibt keine Auskunft über die Belastung der Bürger. Es suggeriert doch die schöne, heile Welt und Wutbürger die wieder unzufrieden sind. Eine Autobahn die man nicht sieht, kann trotzdem laut sein. Eine Grafik stattdessen, die zeigt welche Straßenzüge stark belastet sind (3,7% über 60dB), wäre aussagekräftig.

Auf welchem Stück schlägt der Gutachter die Lärmschutzwand vor? 1630 m kann man lesen – warum wird das nicht in der oben geforderten Grafik übernommen. Ist Bubenheim auch betroffen und Bestandteil des Gutachtens?

Warum nennt er die Grenzwerte für einen Neubau und nicht die Grenzwerte die auf der Seite der UBA für bestehende Straßen genannt werden? Die Grenzwerte für bestehende Straßen werden auch für 30% der Rübenacher (nachts: 54 dB(A)) überschritten.
Daraus ergibt sich keine zwangsläufige Verpflichtung für den Bund, ist aber die Grundbedingung für eine Übernahme der Kosten.

Man liest den RZ-Artikel und hat Fragen über Fragen. Wenn man mehr Fragen als Antworten hat, dann ist ein Artikel nicht gut und ich empfinde eine tendenziöse Berichterstattung.

Kann man die 4m Schallschutzwand mit Sonnenkollektoren bestücken?
Südseite! War bestimmt keine Fragestellung für den Gutachter.

Rudolf Kowalski
13 Tage zuvor
Reply to  Johannes Fuck

Schallschutzwand mit Kollektoren bestücken, sehr gute Idee. Das wird ja Vielerorts bereits gemacht, warum also nicht auch in Koblenz? Über die Kosten lässt sich bestimmt streiten.
Wie man auf 13 Millionen Euro kommt, ist mir schleierhaft. Ok, ich bin sicher kein Experte, auf dem Gebiet der systemischen Geldvernichtung bei Aufträgen aus „Öffentlicher Hand“, also von unseren Steuergeldern.
Logik hingegen ist mir durchaus geläufig. Ein Kubikmeter umbauter Raum kostet aktuell im Mittel ca. 1.000,- Euro. 1.640m Schallschutzwand 13 mio €, also etwa 8.000,- € der laufende Meter.
Man könnte demzufolge jeweils acht Kubikmeter Wohnraum schaffen, statt eines laufenden Meters Schutzwand. In Summe wären das dreizehntausend (13.000) Kubikmeter Wohnraum, oder 84 Wohnungen à 70 qm, falls ich richtig gerechnet habe.

Dafür ließe sich doch vieleicht ein Investor finden, womöglich in Koordination mit dem Bund und der Kommune. Jetzt nur noch Fassadenbegrünung und Fotovoltaik aufs Dach und alle werden Freunde.