Hört, ihr Herr und lasst euch sagen …

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von Hans Gappenach

Lobburs Anton, von dessen Sohn „Mechel“ als einem ortsbekannten Original an anderer Stelle die Rede ist, hieß eigentlich Anton Weller und war lange Zeit Nachtwächter in Rübenach, später auch Totengräber.
Auf seinem Abendrundgang hatte er eben „kräftig ins Horn gestoßen“ un die 12. Stunde kundgetan. Voll Übermut riefen ihm einige Wirtshaus-Heimgänger zu: „Hür mol, Dunn, et senn üascht 11 Uhr, de häss äne zevill jebloos!“ Darauf er schlagfertig: Et es net schlemm, dann blooß ech äne zeröck!“ und ließ auf seinem Blasgerät noch einen kräftigen ton folgen. Nun waren´s  13!
Damit dürfte er die Nachtarbeiter, so es damals solche schon gab, sehr verwirrt haben, denn ob die Uhr – vor 1900 – bereits 24 Stunden zählte, müsste ersten ergründet werden, indessen wäre es aber leicht vorstellbar, dass die Redensart „Jetzt schlägt´s aber 13!“ auf diese oder ähnliche Art entstanden sein könnte.

Siehe auch Rübenacher Heimatkalender
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Logo 1200jahreQuelle Buch Rübenach eine Heimatgeschichte