Anno 1824

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von Hans Gappenach

In diesem Jahr wurde Rübenach von einer Epidemie heimgesucht, ähnlich den Masern oder Röteln – so beschreibt es der Pfarrer im Kirchenbuch –, an der eine beträchtliche Zahl Kleinkinder, aber auch ältere, starben. Die Ärzte wussten die Krankheit nicht näher zu benennen und gerühmte Mediziner, die man zu Rate gezogen hatte, erinnerten sich nicht an eine Sache von solcher Gefährlichkeit. Nie hatte sich seit Menschengedenken ähnliches in Rübenach ereignet.
Sämtliche Schulkinder – 182 an der Zahl, ausgenommen 12 – wurden innerhalb von vier Tagen zur gleichen Zeit von  der Krankheit gepackt, so dass die Schule vorübergehend schließen musste.
Unsere Urahnen standen sehr oft an frischen Kindergräbern. Scharlach und Masern, Ruhr und Typhus, Cholera, Diphtherie und Lungenschwindsucht waren noch bis 1900 furchtbare Menschheitsgeißeln, die vor allem Kinder und junge Menschen hinwegrafften.
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