Klimawandel ist auch in Koblenz spürbar

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Welche Auswirkungen hat er auf unsere regionale Landwirtschaft? Mit welchen Problemen haben Koblenzer Landwirte sonst noch zu kämpfen? Diese und andere Fragen konnten Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann und Ratsmitglied Fritz Naumann mit dem Nebenerwerbslandwirt Jochen Klimek besprechen. Mehr dazu siehe hier

SPD Stadtratsfraktion Koblenz – 07.08.2020
Foto SPD Stadtratsfraktion Koblenz

 

2 KOMMENTARE

  1. Nebenserwerbbauer, das hört sich so idyllisch an. Wieviel Stunden muss der Bauer nebenher im Hauptberuf arbeiten damit er sein Auskommen hat? Wieviele Haupt-Landwirte gibt es noch in Rübenach? Höher, größer, weiter aber der erreichte Lebensstandard ist nur mit einer höheren Produktivität zu sichern. Da fallen die Bauern auf den kleinen Flächen in der Gemarkung Koblenz, Metternich, Bubenheim und Rübenach hinten runter. Wer kann von seinen Feldern noch leben? Wieviel muss er im Zweitjob dazuverdienen?

    Der Film zeigt deutlich folgende Probleme:
    – ein Bauer kann von seinen Feldern nicht mehr leben, das ist ein Hobby
    – das Miteinander auf engem Raum macht Probleme
    Da muss man eine größere Halle auf dem Feld bauen weil die Straßen zu klein sind – oder weil Nachbarn sonntags sich beschweren? Auf den Wirtschaftswegen stören dann an Wochenenden und abends die Radfahrer!
    – die Globalisierung der Fertigung. Gobale Ambieter bestimmen den Preis. Der Preis entscheidet, Natur- und Resourcenverbrauch wird nicht „eingepreist“ ist aber auch nicht Thema. Es gibt keine standortsichernde, kostendeckende Mindestpreis-Garantie.
    – Klimawandel. Hitze, Trockenheit und fehlende kalte Winter mit Frost werden beklagt. Ursache sind bekannt. Auswirkung werden beklagt. Maßnahmen ….

    Es gibt in dem Film kein Handlungsauftrag an die Partei vor Ort.

    Drei Themengebiete ohne einfache Antwort. Nicht nur Bauern sind betroffen. Die weltweit beherrschende Stellung der Internetriesen. (Thema einer Anhörung im US-Kongress). Globalisierte Produktion (z.B fehlende Medikamentenproduktion in Deutschland vormals die „Apotheke der Welt“). Die Produktivität in den Großfleischereien und mit ihren Werkverträge. Werkverträge gibt es aber nicht nur in der Fleischindustrie! Lieferanten werden am langen Arm ausgehungert (z.B. VW). Kleine Auswahl aktueller Themen. Es läuft einiges schief.

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Auch wenn die Herkunft des Zitats nicht klar ist, es trifft das Problem. Solange wir bei Stadtfahrten als Statussymbol mit einem SUV fahren und innerdeutsche Kurzstrecken mit dem Flugzeug zurücklegen (wegen weniger Minuten Zeitersparnis), SPD und Gewerkschaft bei den Machenschaften von VW wegschauen, ist die Erkenntnis der Selbstzerstörung noch nicht angekommen.
    Solange wir Lufthansa als unsere Existenzgrundlage sehen und zum Staatsbetrieb machen, hat die SPD nichts verstanden.

  2. Der Klimawandel ist in Rübenach nicht nur spürbar sondern auch sichtbar….der Anderbach, der seit Jahrhunderten die Moskopp Mühle betrieben hat, ist trocken gefallen, wie man an der Unterführung der Keltenstraße seit Monaten sehen kann.
    Ich sehe da einen Zusammenhang mit der Versiegelung der Landschaft durch das GVZ und das Gewerbegebiet hinter der A 61. Statt das zu bejammern würde ich mir eine klare Haltung der SPD gegen die weitere Versiegelung unserer landwirtschaftlichen Flächen erwarten.

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