Erntereifes aus dem Schulgarten

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Ecki über Schüler, die trotz Ferien ihre selbst gesetzten Tomaten genießen können

Meine Bekannte Nina aus Rübenach kommt täglich am Schulgarten der heimischen Grundschüler vorbei. In den Wochen vor den Sommerferien hatten dort regelmäßig Mädchen und Jungen selbst gesetzte Tomatenpflanzen großgezogen, sie gegossen und Unkraut gejätet. Nina fand es damals schade, dass das Gemüse ausgerechnet in den Ferien erntereif werden und somit verderben würde.

Doch die Projektleiterinnen hatten vorgesorgt: Jeden Tag wechseln sich dort Kinder-Eltern-Teams ab, die sich um die Pflanzenpflege und die Ernte der reifen Tomaten kümmern. Beim ersten Mal, als Nina sah, wie eine Frau sich kleine Tomaten in den Mund schob, dachte sie an Mundraub und sprach die vermutete Diebin an. Da kam ein Mädchen zwischen den Beeten hervor und erklärte, dass es Gießdienste gibt und jeder etwas ernten darf. Seitdem freut Nina sich über die engagierten Rübenacher, die für ihren Ferieneinsatz mit eigenem Gemüse belohnt werden und mit dem guten Gefühl heimgehen, Teil eines Gemeinschaftsprojektes zu sein.

Rhein Zeitung – 23.08.2022

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